Den Menschen zuliebe

Wir engagieren uns für Wissenschaft, Bildung, Kultur und Soziales auf vielfältige Weise: Wir organisieren Vortragsreihen, vergeben Preise, unterstützen Menschen in Ehrenämtern und fördern unsere sieben Tochterinstitute. Gemeinsam gestalten wir ein lebenswertes und zukunftsfähiges Frankfurt. 2016 feiern wir unser 200-jähriges Jubiläum – Anlass, über unsere Werte zu sprechen: Im ersten Halbjahr unserer Vortragsreihe heißt es „In der Tradition der Aufklärung“. Ab Mitte des Jahres blicken wir in die Zukunft: Was erwartet uns in Forschung, Wirtschaft, Digitalisierung und Bildung? Erstklassige Referenten werden Sie zum „Leben 4.0“ inspirieren und Impulse zur Zukunft Europas, zur liberalen Gesellschaft, zu digitalen Geschäftsmodellen und zu neuesten Entwicklungen der Pflanzenbiotechnologie geben.

Deutscher Stifterpreis 2016 geht an die Polytechnische Gesellschaft

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Eine geborene Unternehmerin

Als Geschäftsführerin des Frankfurter Logistikunternehmens Fermont und Mitglied der Polytechnischen Gesellschaft zieht Susanne von Verschuer klare Parallelen zwischen Unternehmertum und ehrenamtlichem Engagement: „Unternehmerin sein heißt für mich: machen. Und genau das ist der Geist, den ich an den Polytechnikern so schätze. Sie engagieren sich für Frankfurt und seine Bürger. Praktisch und mit Herzblut.“

Ein großer, schlichter weißer Zweckbau an der Rödelheimer Landstraße im Stadtteil Bockenheim: Das ist der Sitz des Frankfurter Traditionsunternehmens Fermont. Die Firma ist seit 1893 in Frankfurt ansässig. Fermont ist ein Logistikunternehmen, das auf Umzüge und Lagerung spezialisiert ist. Geschäftsführerin von Fermont ist Susanne von Verschuer. Wie wird man als Frau Chefin in einer klassischen Männerdomäne, bei der man spontan an kräftige Möbelpacker mit starken Oberarmen und riesige Trucks denkt? Für die Chefin ist das die natürlichste Sache der Welt. Denn schließlich ist sie Mitglied der Familie, die Fermont seit mittlerweile über 100 Jahren leitet. Schon als Kind durchstreifte sie die Büros, Lager und Garagen der Firma, und mit 12 Jahren war ihr klar: Hier will ich arbeiten. Die Tatsache, dass sie ein Mädchen war, spielte dabei keine Rolle. Ihre Mutter Sigrid Bär hatte 1984 die Geschäftsführung von Fermont übernommen, nachdem sich der Vater aus Altersgründen aus der Leitung zurückgezogen hatte. Viele Jahre hat Sigrid Bär das Unternehmen
erfolgreich geleitet, es konsequent modernisiert und damit die Vorarbeit für die Nachfolge einer ihrer Töchter geleistet. Fermont ist heute ein erfolgreiches mittelständisches Familienunternehmen – und das ist der Kontinuität des familiären Unternehmertums geschuldet. Inzwischen ist also die Tochter die Chefin. Sie kennt das Unternehmen von Kindesbeinen an und hat ihren Beruf von der Pike auf gelernt: In Hamburg, München, Toronto und New York. Susanne von Verschuer hat noch die klassische Ausbildung zur Speditionskauffrau absolviert. Heute ist die Ausbildung der Branche nicht mehr auf den reinen Transport, sondern auf logistische Themen zugeschnitten. Für Susanne von Verschuer sind die logistischen Dienstleistungen von Fermont in erster Linie People Business. Gleichgültig, ob es sich um einen Privatumzug oder einen Unternehmensumzug handelt: Der Kunde ist immer mit Veränderungen konfrontiert und befindet sich in einer emotionalen Ausnahmesituation. Der beauftragte Logistik-Dienstleister muss sich diesen unterschiedlichen Situationen gewachsen zeigen. Das Interesse an Menschen, ihren Motiven und Bedürfnissen steht für die Unternehmerin von Verschuer auch über die Firma hinaus im Zentrum des Interesses. Die Geschäftsleitung von Fermont war schon immer in den Gremien und Verbänden der Branche aktiv, und diese Tradition setzt auch die jetzige Chefin fort. Sie gehört auch dem Präsidium der Frankfurter Industrieund Handelskammer an und engagiert sich in Stiftungen. Sehr wichtig für ihr soziales und kulturelles Engagement ist die Polytechnische Gesellschaft, in der vieles zusammenkommt: der Standort Frankfurt, die Förderung von Wissenschaft, Kultur, Bildung und Sozialem. Eine pragmatische Grundhaltung, dank der von Veränderungen nicht nur geredet, sondern Neues angepackt und verwirklicht wird. Susanne von Verschuer, die in der Welt weit herumgekommen ist, liebt ihre Heimatstadt Frankfurt – eine Stadt mit einer historisch gewachsenen bürgerlichen Tradition und einer Zivilgesellschaft, die trotz aller Zersplitterung und Ungleichheiten doch immer wieder zu zeitgemäßen Formen des urbanen Zusammenlebens findet. Dabei spielt nach ihrer Auffassung die Polytechnische Gesellschaft eine entscheidende Rolle. Die Polytechniker sind werteorientiert und fördern Wissenschaft, Bildung, Kultur und Soziales in der Stadt, ohne sich dabei von politischen, religiösen oder gesellschaftlichen Unstimmigkeiten abschrecken zu lassen. Die Polytechnische Gesellschaft hört den Menschen zu und geht auf sie ein, ist dabei aber auch zupackend und pragmatisch. Aus Sicht von Susanne von Verschuer ist die Gesellschaft trotz ihres Alters von 200 Jahren erstaunlich aktuell und zeitgemäß eingestellt. Sie handelt und denkt umsichtig wie ein guter Unternehmer – was immer wieder zu ihrem Erfolg beigetragen hat.

Werteorientiert und zeitgemäß: Susanne von Verschuer ist eine Unternehmerin mit Umsicht.

„Wir haben schon immer gefragt, wie's besser geht.“

 Einladung zum Polytechniker-Tag 10.09.2016

 

 

 

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Vortragsreihe der Polytechnischen Gesellschaft
September – Dezember 2016

Wie wichtig ist Natur(forschung)? Ein Blick in die Zukunft
September 20.

Prof. Dr. Dr. h.c. Volker Mosbrugger
Wie wichtig ist Natur(forschung)? Ein Blick in die Zukunft

Zauberlehrlinge: Vom Wandel politischkultureller Ordnungsvorstellungen
September 27.

Prof. Dr. Andreas Rödder
Zauberlehrlinge: Vom Wandel politischkultureller Ordnungsvorstellungen

Oktober 11.

Prof. Dr. Barbara Zehnpfennig
Die liberale Gesellschaft in der Zerreißprobe: Identität und Fremdheit

November 01.

Frank Riemensperger
Digitale Geschäftsmodelle für die deutsche Wirtschaft

Profit und mehr: Zum Ethos des Unternehmers
November 08.

Prof. em. Dr. phil. Dr. h.c. mult.
Otfried Höffe
Profit und mehr: Zum Ethos des Unternehmers

Pflanzenbiotechnologie zwischen Ideologie und Profitstreben
November 15.

Prof. Dr. rer. nat. Karl-Heinz Kogel
Pflanzenbiotechnologie zwischen Ideologie und Profitstreben

November 22.

Prof. Dr. Ulrike Guérot
Europa als Republik? Mehr als eine Utopie?

November 29.

Prof. Dr. Thomas Klinger
Fusion von Wasserstoff: Sonnenenergie der Zukunft oder ewiger Traum?

Dezember 13.

Jürgen Kaube
Sinn und Unsinn deutscher Bildungsreformen