27.09.2016

19.00 Uhr, Vortragssaal der Frankfurter Sparkasse, Neue Mainzer Straße 49, 60311 Frankfurt am Main

Zauberlehrlinge: Vom Wandel politisch-kultureller Ordnungsvorstellungen

Prof. Dr. Andreas Rödder
Professor für Neueste Geschichte
Johannes Gutenberg-Universität Mainz

Wohin führt die Kultur der Inklusion? Lyotard hat sich geirrt. Mit der Pluralisierung der Lebensverhältnisse in den achtziger Jahren, so hatte er gemeint, sei auch die Sehnsucht nach Ganzheit verschwunden. Im frühen 21. Jahrhundert aber beobachten wir, dass aus der Pluralisierung von Ordnungsvorstellungen kein „anything goes“, sondern ein neuer Hunger nach Ganzheit her­vorgegangen ist. „Kultur der Inklusion“ nennt Andreas Rödder diese neue Ordnungsvorstellung. Sie zielt auf proaktiven Nachteilsausgleich für vormals Benach­teiligte – und zugleich ist die Frage nach der Ausgleichs­berechtigung, etwa im Fall von Quoten, immer auch eine Machtfrage. Der Vortrag erläutert die historischen Hintergründe und wägt Vorzüge und Gefahren dieser neuen Leitkultur ab.

Dieser Vortrag findet in Zusammenarbeit mit der Frankfurter Sparkasse am Main statt.

Biographie Prof. Dr. Andreas Rödder



Vortragssaal der Frankfurter Sparkasse

Neue Mainzer Straße 49, 60311 Frankfurt am Main