23.02.2016

19.00 Uhr, Vortragssaal der Frankfurter Sparkasse, Neue Mainzer Straße 49,60311 Frankfurt am Main

Die Nationalgalerie um 1900: Rinnstein oder Ruhmeshalle?

Dr. Philipp Demandt
Leiter der Alten Nationalgalerie, Staatliche Museen zu Berlin

Die Nationalgalerie stand seit ihrer Eröffnung 1876 im Spannungsfeld von Kunst und Politik, Nation und Identität, Akademie und Avantgarde. Zeigte die Gründungssammlung noch deutsche Kunst des 19. Jahrhunderts im internationalen Kontext, so wandelte sich das Haus bald zur Sammelstelle für preußische Gesinnungskunst. Nach 1896 erwarb das Haus unter seinem Direktor Hugo von Tschudi als erstes staatliches Museum weltweit – noch vor Frankreich – Gemälde des französischen Impressionismus und provozierte damit einen Eklat.

Der Kaiser fürchtete „violette Schweine“ und „Rinnstein-Kunst“. Heute stehen wir vor der Frage des zeitgemäßen Umgangs mit einer bedeutenden Sammlung und ihrer disparaten Geschichte. Eine „Renaissance des 19. Jahrhunderts“?



Vortragssaal der Frankfurter Sparkasse

Neue Mainzer Straße 49, 60311 Frankfurt am Main