12.04.2016

19.00 Uhr, Museum Angewandte Kunst, Schaumainkai 17, 60594 Frankfurt am Main

Wege einer Sammlung – das Schicksal der Sammlung Robert von Hirschs

Dr. Andreas Hansert
Soziologe und Historiker, Frankfurt am Main

Robert von Hirsch (1883–1977) war die vielleicht bedeutendste Sammlerpersönlichkeit Frank furts vor 1933. Im Städel erinnert vor allem der von ihm gestiftete Matisse „Fleurs et ceramique“ an den Lederfabrikanten. Er stand  aber auch dem Museum für Kunsthandwerk und dem Deutschen Ledermuseum in Offenbach nahe. Die Nazis brachten ihn schnell in Bedrängnis, so dass er 1933 nach Basel zog. Hermann Göring presste ihm bei der Ausreise Cranachs „Urteil des Paris“ ab, das ihm nach dem Krieg wieder restituiert wurde. Hirsch führte – nicht ohne Spannungen – seine Sammlertätigkeit im Umfeld der Kunsthalle Basel fort. Nach seinem Tod wurde die Sammlung 1978 im Städel gezeigt, bevor sie zur Versteigerung nach London ging.

Dieser Vortrag findet in Zusammenarbeit mit dem Kunstgewerbeverein in Frankfurt am Main, einem Tochterinstitut der Polytechnischen Gesellschaft, statt.



Museum Angewandte Kunst

Schaumainkai 17, 60594 Frankfurt am Main, Deutschland