09.03.2021

19.00 Uhr
Themenabend
Onlineveranstaltung im Youtube-Livestream
(keine Voranmeldung erforderlich)

Verschwörungserzählungen. Bedrohung für den gesellschaftlichen Frieden?

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Wenn Sie während der Live-Veranstaltung unseren Podiumsgästen Fragen stellen möchten, dann haben Sie dazu zwei Möglichkeiten:

 

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  • Alternativ können Sie Ihre Fragen per E-Mail senden an: ptg@polytechnische.de.

 

Gerne können Sie uns auch schon im Vorfeld der Veranstaltung schreiben. Wir bemühen uns, Ihre Fragen dann in die Diskussion einzubringen. Wir bitten Sie gleichzeitig um Verständnis, wenn wir aus Zeitgründen mehrere Fragen bündeln und gegebenenfalls nicht alle Fragen berücksichtigen können. Über Ihr Feedback freuen wir uns aber auch noch nach der Veranstaltung.

Zum Thema

Verschwörungserzählungen scheinen Konjunktur zu haben: Die Idee, mit der Pandemie solle eine neue Weltfinanzkrise kaschiert werden, oder die Behauptung, sie diene der Unterjochung durch Impfungen, verbreiten sich in den Sozialen Medien. Ein extremes Beispiel ist die Q-Anon-Theorie, die auch hierzulande Anhänger findet. Aus psychologischer Sicht scheint Verschwörungsglaube ein Mechanismus der Krisenbewältigung zu sein; aus soziologischer Sicht kann er aber auch als Symptom einer gesellschaftlichen Vertrauenskrise analysiert werden. Aus kulturhistorischer Perspektive wiederum fällt auf, dass Verschwörungserzählungen oft in antisemitischen Traditionen stehen. Am Themenabend werden die drei Perspektiven zusammengeführt und die Frage diskutiert, wie wir mit Verschwörungserzählungen umgehen können – sowohl als Gesellschaft, als auch im Kreise von Familie und Freunden.

Prof. Dr. Julia Bernstein
Frankfurt University of Applied Sciences

Julia Bernstein ist Professorin für soziale Ungleichheiten und Diskriminierungserfahrungen im Fach Soziale Arbeit an der Frankfurt University of Applied Sciences. Zu den Forschungsschwerpunkten der Soziologin gehören Antisemitismus, Fremdenfeindlichkeit und Rassismen in Institutionen, visuellen Medien und im Alltag. Zudem hat sie  praxisbezogene Empfehlungen für die professionelle Bildungs- und Sozialarbeit gegen Antisemitismus erarbeitet. Ihr aktuelles Buch mit dem Titel „Antisemitismus an Schulen in Deutschland. Befunde- Analysen-Handlungsoptionen“ ist 2020 erschienen.

Pia Lamberty

Pia Lamberty ist Psychologin und Expertin im Bereich Verschwörungsideologien. Ihre Forschung führte sie an die Universitäten in Köln, Mainz und Beer Sheva (Israel). Darüber hinaus ist sie Mitglied im internationalen Fachnetzwerk "Comparative Analysis of Conspiracy Theories". Gemeinsam mit Katharina Nocun veröffentlichte sie im Mai 2020 den Besteller "Fake Facts - wie Verschwörungstheorien unser Denken bestimmen".

PD Dr. Jochen Roose

Jochen Roose ist Referent in der Hauptabteilung Politik und Beratung der Konrad-Adenauer-Stiftung e.V. Dort initiiert und analysiert er Bevölkerungsumfragen zu vielfältigen Themen. Als Soziologe war er Professor an der Universität Hamburg, der Freien Universität Berlin und der Universität Wrocław. Seine Themen waren und sind politische Einstellungen, Öffentlichkeit, soziale Bewegungen und vieles mehr. Wie Menschen ihre Meinung und ihre Sicht auf die Welt entwickeln, treibt seine Neugier an.

Philip Eppelsheim

Philip Eppelsheim ist politischer Redakteur in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. Nach dem Studium der Politikwissenschaft, Rechtswissenschaft und Medienwissenschaft in Marburg und einem FAZ-Volontariat war er von 2010 bis 2016 politischer Redakteur in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. Danach war von 2016 bis 2020 Redakteur in der Frankfurter Allgemeinen Woche, zuletzt als verantwortlicher Redakteur. Ausgezeichnet wurde er unter anderem mit dem Medienpreis der IGFM, dem Wächterpreis der Tagespresse für Volontäre und dem Hessischen Journalistenpreis.