Station 8: Römerberg
Diskussionen um den Römerberg

Die alliierten Luftangriffe während des zweiten Weltkriegs hatten die Altstadt 1944 nahezu vollkommen zerstört. Während Frankfurt wirtschaftlich florierte, wollte das 1957 gegründete Kuratorium Kulturelles Frankfurt e. V. (KKF) die ein Schattendasein führende Kultur durch Sonderausstellungen, Vortragsreihen und Buchprojekte fördern. Außerdem veranstaltete  das KKF öffentliche Diskussionsreihen: 1969 zur Gestaltung des Hauptwachenplatzes und der Frankfurter Museen und 1971 zur Bebauung des Bereichs um Dom und Römer. Das KKF konnte die Begeisterung für den Bau eines modernen Technischen Rathauses nicht teilen und setzte sich letztlich erfolglos für den Wiederaufbau der Altstadt ein.

Doch sorgte die Frankfurter Sparkasse – ein weiteres Tochterinstitut – mit einer Spende von fünf Millionen Mark dafür, dass mit dem Umzug des Historischen Museums in einen Neubau am Römerberg die Geschichte der Stadt ihren Platz im Herzen Frankfurts fand. Dr. Erich Nazarenus, Verwaltungsrat der Sparkasse, zeigte sich überzeugt, „damit zugleich einen nicht unwichtigen Beitrag zur Bewältigung der Zukunft zu leisten“. Wie groß der Beitrag der Polytechnikerinnen und Polytechniker zur Entwicklung am Römerberg tatsächlich war und ist, zeigt sich im partiellen Wiederaufbau der Frankfurter Altstadt heute.

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Gebiet rund um den Römer (um 1961)
Autor: Dr. Markus Häfner