Station 5: Große Eschenheimer Straße 45
(In) Frankfurt geht ein Licht auf

Im April 1817 wurde die Förderung technischer Innovationen durch den Kauf einer Wohnung im Stiftshaus der Senckenbergischen Gesellschaft zu einer selbstauferlegten Maxime. Jene Wohnung in unmittelbarer Nähe zum Eschenheimer Tor ging 1819 als erste Frankfurter „Gasfabrik“ in die Stadtgeschichte ein. Dem voraus ging der Vorschlag der Gesellschaftsgründer Wilhelm Adolf Miltenberg und Johann Valentin Albert, testweise Frankfurts Straßenbeleuchtung mit Gaslicht zu betreiben. In dieser Einrichtung wurde die Entwicklung der Ölgasbeleuchtung für die Stadt maßgeblich vorangetrieben.

Neben den eigenen naturwissenschaftlichen Leistungen förderte man auch andere Innovatoren, selbst wenn diese nicht mit Frankfurt verbunden waren. So begutachteten die Polytechniker unter anderem 1817 die zweirädrige „Laufmaschine“ und 1831 die „Schreibmaschine mit Tasten“ des badischen Erfinders Freiherr von Drais, der für seine Erfindungen häufig nur Spott erntete. 

Noch heute fördert die Polytechnische Gesellschaft im Geiste ihrer Gründungsideale technische und wissenschaftliche Innovationen, zum Beispiel durch den Polytechnik-Preis, der von der Stiftung Polytechnische Gesellschaft ausgegeben wird.

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Altes Stiftshaus am Eschenheimer Tor (vor dem Abriss 1866)
Autor: Kevin Müller