Station 4: Alte Oper
Rettet das Opernhaus!

Die 1944 infolge eines Luftangriffs ausgebrannte Ruine des 1880 erbauten Opernhauses sorgte in der Frankfurter Bürgerschaft für mehr als drei Jahrzehnte für Diskussionen um deren Erhalt oder Abriss, bis die Stadtverordnetenversammlung 1977 dem Wiederaufbau zustimmte. Jenen hatte in prominenter Rolle die Polytechnische Gesellschaft und ihr Tochterinstitut, das Kuratorium Kulturelles Frankfurt e.V. (KKF), über alle Finanzierungs- und Architekturdebatten hinweg vorangetrieben.

Eine der ersten Initiativen zum Wiederaufbau schufen die Polytechniker Kurt Blaum und Max Flesch-Thebesius 1953 mit dem Ausschuss „Rettet das Opernhaus“. Flesch-Thebesius hatte in einer Sitzung des Stadtparlaments im Mai 1954 die Gründe für das Engagement der Gesellschaft auf den Punkt gebracht: „Wir wollen in Frankfurt nicht Einwohner, sondern Bürger dieser Stadt sein!“ Dem Ausschuss und dem KKF gelang es, Spenden für den baulichen Erhalt der Ruine zu sammeln. Von allen Mitgliedsbeiträgen des KFF gingen 1972 bis 1981 jeweils 5 DM an das Opernprojekt. Vielen Frankfurterinnen und Frankfurtern war die Ruine des Opernhauses ein solcher Dorn im Auge, dass sie selbst insgesamt 15 Millionen DM für den Wiederaufbau spendeten.

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Ruine der Alten Oper (1953/54)
Autor: Dr. Markus Häfner