Station 3: Junghofstraße 18
Ein Gesellschaftshaus, viele Institute

Aufgrund von Platzmangel im Katharinenkloster, wo sich seit 1827 das Gesellschaftslokal befand, und der verstreuten Lage der Institute beschloss die Polytechnische Gesellschaft 1860 den Neubau eines Gesellschaftshauses. Das in der Junghofstraße beheimatete Gebäude existiert heute nicht mehr.

Das Gesellschaftshaus sollte einen wichtigen Standort für die Förderung von Bildung als Motor für Innovation und gewerbliche Entwicklung darstellen. Die Kosten in Höhe von 100.000 Gulden wurden teils von der Sparkasse getragen. Das Gebäude wurde von 1862 bis 1879 genutzt und bot Raum für die meisten Institute der Gesellschaft. Zudem standen Räume für die bestehende Gewerbe- und eine neu gegründete Handelsschule zur Verfügung, um den bisher unter Raumnot leidenden Schulklassen ausreichend Platz zu bieten. Um eine angemessene Vorbereitung für diese weiterführenden Bildungsstätten zu gewährleisten und die Frankfurter Schulen zu entlasten, wurde 1870 zusätzlich die Wöhlerschule mit naturwissenschaftlicher Ausrichtung gegründet.

Auch heute noch fördert die von der Polytechnischen Gesellschaft gegründete Wöhler-Stiftung Projekte an der Wöhlerschule und führt den Gedanken der Bildungsförderung fort.

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Xylografie de Gesellschaftshauses (links), dahinter die spätere Wöhlerschule (um 1875)
Autor: Kai Balazs-Bartesch