Station 2: Neue Mainzer Straße 43-51
Frankfurter Sparkasse von 1822

In der Neuen Mainzer Straße 43-51 befanden sich einst Geschäftsräume der als „Pflanzschule sittlicher Verbesserung und haushälterischer Wirtschaft“ konzipierten Sparkasse von 1822. Dies erinnert zunächst nicht an das älteste organisierte Geldinstitut Frankfurts. Hintergrund dieser Formulierung aus den Statuten war, dass Bedienstete, „Bürgertöchter und -witwen“ vor Ort von ehrenamtlichen Direktoren und Kaufleuten dazu angeleitet wurden, sparsam zu wirtschaften. Im Zuge dessen konnten sie dort zinswirksam eigene Ersparnisse verwalten lassen.

Die Sparkasse unterstützte aber nicht nur Kleinstanleger und -anlegerinnen, sondern stärkte auch aktiv die städtische Wirtschaft Frankfurts, zum Beispiel mit langfristigen Darlehen für den sozialen Wohnungsbau. Finanzielle Überschüsse kamen der Vereinstätigkeit der Muttergesellschaft zu Gute.

Was einst mit der Anlage von Kleinstbeträgen begann, wurde im Jahr 2005 für 725 Millionen Euro an die Hessische Landesbank verkauft. Der Verkaufserlös diente unter anderem für die Gründung der Stiftung Polytechnische Gesellschaft, die mit einem Vermögen von 320 Millionen Euro ausgestattet wurde und heute Kultur, Bildung und Forschung fördert.

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Die Frankfurter Sparkasse in der Neuen Mainzer Straße (1957)
Autorin: Christina Held