Station 1: Untermainanlage 5
Das Polytechnikerhaus

Wohl kaum einer der Gründer der Polytechnischen Gesellschaft von 1814 hätte zu hoffen gewagt, dass dieses Haus an der Untermainanlage einmal zum Sitz der Polytechnischen Gesellschaft mit stolzen sieben Tochterinstituten inklusive einer millionenschweren Stiftung werden würde. Um nicht mehr länger zur Miete wohnen zu müssen, erwarb die Stiftung deshalb 2009/10 das großbürgerliche Mietshaus mit der Hausnummer 5.

1874 nach einem Entwurf von Amadeus Wilhelm Benkard in Stilformen aus Spätklassizismus und Neurenaissance errichtet, beherbergt das Gebäude heute neben der Polytechnischen Gesellschaft auch das Kuratorium Kulturelles Frankfurt e.V. Den Standortwechsel begleitete aber keineswegs eine Abkehr von den Leitideen, vielmehr verfolgt die Polytechnische Gesellschaft von hier aus ihre seit nunmehr 200 Jahren kaum veränderten Absichten. Damals wie heute ist die polytechnische Idee von der Verknüpfung von Bildung, technischem Fortschritt und wirtschaftlicher Entwicklung aktuell wie zielführend.

Stand zu Zeiten der Gründung der Gesellschaft die Förderung von Innovationen und deren Popularisierung im Mittelpunkt, so dreht sich heute neben der Arbeit in den Tochterinstituten fast alles um das Thema Bildung im weitesten Sinne. So vergibt die Polytechnische zum Beispiel verschiedene Stipendien für Schülerinnen und Schüler sowie an Studierende.

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Porträt des Gründers Johann Heinrich Moritz Poppe (um 1838)
Autor: Dr. Torben Giese