Volker Mosbrugger mit dem Hessischen Verdienstorden ausgezeichnet

Der Hessische Ministerpräsident Volker Bouffier hat den langjährigen Generaldirektor der Senckenberg-Gesellschaft für Naturforschung Volker Mosbrugger für seine Leistungen in der Forschung und für das Land Hessen mit dem Hessischen Verdienstorden ausgezeichnet. Bouffier würdigte Prof. Mosbrugger bei einem Festakt am 2. September 2021 nicht nur als international anerkannten Spitzenforscher, sondern auch als herausragenden Wissenschaftskommunikator.

„Professor Volker Mosbrugger kann eine beeindruckende Laufbahn im Bereich der Wissensvermittlung vorweisen, hat sich darüber hinaus außerordentliche Kenntnisse in der Biodiversitäts-, Klima- und Umweltforschung angeeignet und ist exzellent in wissenschaftlichen Gremien und Gesellschaften vernetzt. Er ist ein herausragender Wissenschaftler, dem die internationale Forschung und das Land Hessen viel zu verdanken haben“, so der Hessische Ministerpräsident.

Zwar übergab Volker Mosbrugger beim Festakt am 2. September nun auch offiziell das Senckenberg-Amt an seinen Nachfolger Klement Tockner. Doch Bouffier machte deutlich, dass der Geowissenschaftler auch künftig mit Forschungsaufgaben stark beschäftigt sein wird: „Trotz seines verdienten Ruhestands trägt Mosbrugger mit seiner hervorragenden Expertise weiterhin zur Entwicklung in der Forschung bei. Seit dem Jahr 2020 ist er als Sprecher der BMBF-Forschungsinitiative zum Erhalt der Artenvielfalt (FEdA) tätig. Sein Engagement im Bereich der Biodiversität ist außergewöhnlich und spricht für sein Interesse an der Umweltwissenschaft und -forschung. Sein herausragender akademischer Werdegang sowie seine vielfältigen Funktionen in der wissenschaftlichen Gesellschaft beweisen, dass er keine zeitliche oder inhaltliche Anstrengung scheut.“

Der Hessische Ministerpräsident würdigte insbesondere seine Verdienste in der Biodiversitätsforschung: „Der vielfältige Bereich der Biodiversität gewinnt immer mehr an Bedeutung. Durch sein Engagement und sein Fachwissen hat Mosbrugger die Forschung in diesem Themenfeld stark geprägt und vorangebracht. Seit vielen Jahren unterstützt er mit seinen Projekten und Studien sowohl die Gesellschaft als auch die Wissenschaft maßgeblich dabei, mögliche zukünftige Szenarien in Folge des globalen Wandels aufzudecken und zu interpretieren. Gleichzeitig trägt er mit seinen gewonnenen Erkenntnissen zur Lösungs- und Maßnahmenfindung bei.“

Bouffier stellte nicht nur die Leistungen Mosbruggers in der Forschung heraus, sondern auch sein Engagement für die Vermittlung wissenschaftlicher Erkenntisse in Politik und Gesellschaft: „Unter Ihrer Führung ist es Senckenberg gelungen, an die internationale Forschungsspitze vorzustoßen. Dabei haben Sie aber auch immer über den Tellerrand Ihres Faches hinausgeblickt und den Austausch mit Politik, Wirtschaft und Gesellschaft gepflegt“, so der Hessische Ministerpräsident. Dabei wies Bouffier auch ausdrücklich auf Mosbruggers Engagement in der Polytechnischen Gesellschaft hin.

Die Polytechnischen Gesellschaft freut sich sehr über die Anerkennung und Auszeichnung ihres Präsidenten!

 

Weitere Informationen finden Sie in der aktuellen Presseinformation der Hessischen Staatskanzlei.


Rückblick auf das erste Krisenjahr

Der Tätigkeitsbericht der Polytechnischen Gesellschaft für das Jahr 2020 ist erschienen. Im Zentrum nahezu aller Beiträge: die Pandemie und die Art und Weise, wie Polytechnikerinnen und Polytechniker mit dieser enormen Herausforderung umgegangen sind.

So mussten in den Wochen von März bis April 2020 die Veranstaltungen der Vortragsreihe abgesagt oder verschoben werden. Die Geschäftsstelle war zeitweise geschlossen und musste komplett aus dem Homeoffice geführt werden. Treffen der Gremien, wie Vorstand und Kuratorium, konnten nur noch virtuell stattfinden.

Mit der Reihe „Mensch-Gesellschaft“ begann ein neuer Abschnitt in der Geschichte der Vortragsreihe, denn erstmals wurden die Dienstagabendveranstaltungen per Livestream im Youtube-Kanal der Polytechnischen Gesellschaft übertragen, im Spätsommer sogar noch mit stark begrenztem Publikum im Vortragssaal, seit Oktober nur digital. Den Reiz der Präsenz mussten die Veranstaltungen seither entbehren, und doch dominiert die Freude, trotz der massiven Einschränkungen das Programm weitergeführt und so den Widrigkeiten erfolgreich die Stirn geboten zu haben.

Das gilt auch für die Polytechnischen Tochterinstitute: Die öffentlichen Veranstaltungen des Kuratorium Kulturelles Frankfurt und der Stiftung Polytechnische Gesellschaft wurden wie die Vorträge der Polytechnischen Gesellschaft in die Evangelische Akademie bzw. ins Haus am Dom verlegt; die Konzerte des Kammermusikvereins wurden als Video aufgezeichnet und im Internet veröffentlicht. Und auch die Aktivitäten der Stiftung für Blinde und Sehbehinderte sowie des Instituts für Bienenkunde wurden mit großem Engagement weitergeführt.

Die Bewältigung der pandemiebedingten Krise bildete ein anschauliches Beispiel für die polytechnische Idee, denn in der Krise war praktisches, hilfreiches Handeln im alltäglichen Miteinander das Gebot der Stunde.

Von all dem handelt der Tätigkeitsbericht 2020, aber nicht nur. Erstmals lernen Sie Polytechnikerinnen und Polytechniker im direkten Gespräch kennen. In einem Interview stellen wir Ihnen Erhan Deniz vor, Stipendiat der Stiftung Polytechnische Gesellschaft, der im Frühjahr in die Polytechnische Gesellschaft aufgenommen und bald darauf zum Sprecher der Jungen Polytechniker für das Jahr 2020 gewählt wurde. In einem weiteren Interview gehen wir mit Viviane Goergen und Astghik Beglaryan auf die schwerwiegenden Folgen der Pandemie für die Musikszene ein und diskutieren über Mittel und Wege, jungen Musikerinnen und Musikern in der derzeit schwierigen Zeit zu helfen.

Die PDF-Version des Tätigkeitsberichts 2020 steht für Sie in der Mediathek zum Download bereit.


Musik tröstet und kann heilen

Die Polytechnikerinnen Viviane Goergen und Astghik Beglaryan-Kazanjian über die Folgen der Pandemie für freischaffende Musiker und über Möglichkeiten, in der Krise zu helfen.

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KI und Digitalisierung in der Arbeitswelt: „Deutlich mehr als 50 Prozent der Arbeitsplätze betroffen“

Dr. Frank Martin, Chef der Arbeitsagentur Hessen, sieht trotz der Epidemie den Arbeitsmarkt im Rhein-Main-Gebiet gut für den technologischen Wandel gerüstet

Die Arbeitswelt steht – getrieben von digitalen Technologien und technischen Innovationen – vor großen Veränderungen, nicht nur in der Fertigung, sondern auch im tertiären Sektor. Deutlich mehr als 50 Prozent der Arbeitsplätze werden mittelfristig von diesem Wandel betroffen sein, so die Einschätzung von Dr. Frank Martin, Leiter der Regionaldirektion Hessen der Bundesagentur für Arbeit im Videogespräch der Polytechnischen Gesellschaft.

Durch Epidemie und Lockdown erhält die Digitalisierung der Arbeit derzeit einen enormen Schub. Dies zeigt sich auch bei der Bundesagentur selbst: Vor einem Jahr seien von 100.000 Arbeitsstellen in der Arbeitsmarktverwaltung gerade einmal 4.000 homeofficefähig gewesen. Heute seien es 58.000.

Der technologische Wandel bringt neue Lösungen hervor, und die Unternehmen sind in der Krise gezwungen, diese zu erproben. Videokonferenzen sind ein Beispiel. Frank Martin geht davon aus, dass viele der so bewirkten Veränderungen über das Ende der Pandemie hinaus Bestand haben. Das Volumen an Dienstreisen etwa werde langfristig sinken – mit Folgen für den Arbeitsmarkt in der Reisebranche. Dennoch werde Frankfurt eine zentrale Verkehrsdrehscheibe bleiben: „Der Transport- und Logistiksektor hängt nicht nur am Flughafen. Zudem ist Frankfurt der Umschlagplatz für Waren, und wir haben keinen massiven Rückgang des Warenhandels.“

Die Rhein-Main-Region sieht Martin grundsätzlich gut aufgestellt: „Wir haben in den vergangenen Jahrzehnten bereits deutliche Veränderungen in der Arbeitswelt des Rhein-Main-Gebiets gehabt, und wir werden sie weiter haben. Das Rhein-Main-Gebiet hat einen unglaublichen Fundus an qualifizierten Arbeitskräften, einen wesentlich höheren Anteil junger Menschen, einen hervorragenden Zuzug qualifizierter Arbeitskräfte aus dem Ausland. Die Region sieht aus meiner Sicht einer sehr guten Zukunft entgegen.“

Nichtsdestotrotz werden Künstliche Intelligenz, Roboter, Prozessautomatisierung und Big Data die Arbeitswelt tiefgreifend verändern. Arbeitsplätze werden wegfallen – auch im tertiären Sektor. Davor Angst zu haben, habe jedoch keinen Sinn, meint Martin. Wichtig sei, dass Arbeitgeber und Arbeitnehmer den Wandel akzeptierten und sich darauf einstellten.

Der Wandel werde je nach Branche unterschiedlich verlaufen und nicht von heute auf morgen eintreten. Zahlreiche Aufgaben ließen sich im Prinzip bereits heute automatisieren, so Martin, doch für viele Arbeitgeber rechne sich das nicht. Oft sei die menschliche Arbeitskraft immer noch günstiger als die Investition in intelligente Maschinen.

Zudem bringen neue Technologien auch ganz neue Aufgaben hervor, betont Martin: und zwar nicht nur für hochspezialisierte Programmierer, sondern auch für geringqualifizierte Arbeitnehmer. „Fakt ist, dass in den letzten zehn Jahren die Zahl der geringqualifizierten Arbeitsplätze in Deutschland zugenommen hat. Sie hat schlicht zugenommen, weil es sich immer noch gerechnet hat, Menschen einzusetzen“, so Martin.

Der Chef der hessischen Arbeitsagentur leugnet nicht, dass der Wandel für den einzelnen durchaus schwierig sein werde. Auch das lebenslange Lernen habe Grenzen. Denn Arbeitnehmer könnten nicht beliebig umgeschult werden. Die Chancen für eine erfolgreiche Umschulung steigen jedoch, so Martin, je besser das Ausgangsniveau der beruflichen Qualifikation ist. Daher müsse das Hauptaugenmerk der Politik auf Schule und Berufsqualifizierung liegen, insbesondere auf dem Übergang von der Schule in die Ausbildung. „Das Ziel muss sein, dass keiner nach der Schule verloren geht, dass wir jeden jungen Menschen kennen, dass wir von jedem wissen, ob er was gefunden hat, ob er den Anschluss hinbekommen hat, und falls nicht, dass wir ihm ein Beratungsangebot unterbreiten. Das ist der Punkt, an dem wir noch wesentlich mehr investieren müssen.“

Dr. Frank Martin war von der Polytechnischen Gesellschaft ursprünglich als Experte zum Themenabend „Schöne neue Arbeitswelt“ eingeladen. Nach der pandemiebedingten Verschiebung der Veranstaltung hatte der Leiter der hessischen Arbeitsagentur den neuen Termin nicht ermöglichen können. Als Ersatz wurde das Videogespräch aufgenommen, ab sofort im Youtube-Kanal PTGFrankfurt der Polytechnischen Gesellschaft.

Der Themenabend „Schöne neue Arbeitswelt: Gelingt die digitale Transformation?“ findet statt am Dienstag, 16. März 2021, um 19:00 Uhr im Livestream der Polytechnischen Gesellschaft.

Die ARD-Journalistin Dorothee Holz moderiert eine hochrangig besetzte Expertenrunde mit Sabine Schmittroth, Personalvorständin der Commerzbank AG, Christina Kraus, Mitgründerin der Frankfurter meshcloud GmbH, Oliver Suchy, Leiter der Abteilung „Digitale Arbeitswelten“ beim Bundesvorstand des Deutschen Gewerkschaftsbunds, und Udo-Ernst Haner vom Fraunhofer Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO, Koautor der Studie „Transformation von Arbeitswelten“.

Dr. Frank Martin, Vorsitzender der Geschäftsführung der Regionaldirektion Hessen der Bundesagentur für Arbeit. (c) Regionaldirektion Hessen


Ein Zeichen setzen für die Relevanz der Musik: der 23. Kammermusikwettbewerb

Wettbewerb um den 23. Kammermusikpreis 2020/21 der Polytechnischen Gesellschaft e.V. in der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt am Main

Am 27.2.2021 spielten 12 Ensembles mit insgesamt 34 Teilnehmern in internationaler Besetzung um den Kammermusikpreis 2020/21. Nach mehrfacher Verschiebung konnte der Wettbewerb nun unter strengen Regelungen zum Infektionsschutz nachgeholt werden. Leider musste der Wettbewerb anders als in den Jahren zuvor unter Ausschluss des Publikums stattfinden. Aber die Tatsache, dass er überhaupt durchgeführt und mehrere Ensembles mit Preisen gewürdigt werden konnten, ist ein hoffnungsvolles Zeichen in einer für die Musik schwierigen Zeit.

Die Jury hat gleich drei Preise vergeben:

Den 1. Preis in Höhe von 5000 Euro erspielte sich das „Malbec Klavierquartett“ mit Anna Stepanova (Klavier), Carolin Grün (Violine), Maria del Mar Mendivil (Viola) und Dominik Manz (Violoncello).

Der 2. Preis wurde geteilt und in Höhe von jeweils 1000 Euro pro Person an das „Trio Delyria“ mit David Strongin (Violine), Uriah Tutter (Violoncello) und Elisha Kravitz (Klavier) sowie an das Duo Žukova-Aavik mit Karolina Žukova (Klavier) und Hans-Christian Aavik (Violine) vergeben.

Alle drei Ensembles werden derzeit an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in der Klasse von Prof. Angelika Merkle betreut.

Die Ensembles wurden von einer hochkarätig besetzten Jury bewertet. Jedes Ensemble (Duos, Trios, Quartette) hatte 20 Minuten Zeit, um ein selbst gewähltes Programm und eine persönliche Moderation dazu zu präsentieren.

Die Programme waren vielseitig und kreativ, die Qualität der Darbietungen exzellent. Die Jury tagte lange, um zu einem ausgewogenen Ergebnis zu kommen, denn die Schwierigkeit lag unter anderem darin, Beiträge aus der historischen Interpretationspraxis, verschiedene Duobesetzungen, Streichquartette, Klaviertrios und ein Klavierquartett angemessen miteinander zu vergleichen.

Insgesamt waren zwölf Ensembles angetreten. Das Konzept des Wettbewerbs sieht ausdrücklich vor, dass sich Ensembles aus allen Hochschulbereichen vorstellen können, denn die Idee der Kammermusik soll in der Breite gefördert werden.

Den Kammermusikpreis vergibt die Polytechnische Gesellschaft e.V. seit 1998 einmal im Jahr in Kooperation mit der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt.

Der 24. Wettbewerb um den Kammermusikpreis der Polytechnischen Gesellschaft wird voraussichtlich noch im Herbst dieses Jahres stattfinden.


Dienstagsabends ab 19:00 Uhr: „Zukunft Mensch“ geht weiter
– unter dem Titel „Krisen bewältigen“

Die Reihe „Zukunft Mensch“ wird fortgesetzt, im ersten Halbjahr 2021 mit dem Fokus auf „Krisen“: Wir werden drängende Bedrohungen unserer Zeit in den Blick nehmen, ihre Ursachen analysieren und mögliche Auswirkungen erörtern. Es wird aber insbesondere um die Frage gehen, wie wir mit den Bedrohungslagen in Zukunft umgehen können. Als Gesellschaft sind wir ihnen nicht einfach ausgeliefert, sondern können uns auf Krisensituationen vorbereiten und Wege aus der Krise finden. „Krisen bewältigen“ lautet daher der Titel des neuen Vortragszyklus.

Wir beginnen am 23. Februar 2021 mit „Amerika im Kalten Bürgerkrieg“, einem Vortrag des Politikwissenschaftlers Torben Lütjen, der die jüngsten Entwicklungen in den USA einordnet. Mit diesem Auftakt gestalten wir zum ersten Mal eine Veranstaltung zusammen mit der Wissenschaftlichen Buchgesellschaft, einem wissenschaftlichen Non-Profit-Verlag aus Darmstadt.

Außerdem beschäftigen wir uns mit der wirtschaftlichen Krise des innerstädtischen Einzelhandels und ihren Folgen im Leben unserer Städte. Wir gehen der Frage nach, wie die Öffentlichkeit effizient über Krisen aufgeklärt werden kann, und beleuchten das Phänomen des Verschwörungsglaubens. Wir setzen uns auseinander mit den großen ökologischen Herausforderungen der Gegenwart, etwa der wachsenden Gefahr durch Zoonosen, dem Artensterben und dem zunehmend bedrohlichen Wassermangel in unseren Breiten.

Wie im letzten Halbjahr werden alle Vorträge dienstagsabends ab 19:00 Uhr live auf unserem YouTube-Kanal PTGFrankfurt übertragen. Dort können Sie alle Livestream verfolgen – ohne vorherige Anmeldung. Häufig gestellte Fragen – und hoffentlich hilfreiche Antworten finden Sie hier.

Mitdiskutieren können Sie während der Veranstaltungen ebenfalls – per YouTube-Livechat (Google-Konto erforderlich) oder per E-Mail an ptg@polytechnische.de.

Sollte die Pandemie abflauen und Veranstaltungen mit Publikum vor Ort wieder möglich sein, informieren wir Sie rechtzeitig über die Teilnahmemodalitäten – auf unserer Website und auf unserer Facebook-Seite. Wenn Sie immer auf dem Laufenden bleiben wollen – über unsere Vortragsreihe oder die Polytechnische Gesellschaft, abonnieren Sie einfach unseren Newsletter, ab 2021 im neuen Layout.

Die Vortragsreihe der Polytechnischen Gesellschaft findet wieder statt in Kooperation mit der Frankfurter Sparkasse, der Goethe-Universität Frankfurt, hr-iNFO, der Wissenschaftlichen Buchgesellschaft Darmstadt, dem Kuratorium Kulturelles Frankfurt und dem Kunstgewerbeverein Frankfurt.


Zukunft Mensch
Teil 3 der Veranstaltungsserie „Zukunft Mensch“ ist gestartet: Mensch – Gesellschaft

Die großen Entwicklungstrends und ihre möglichen Auswirkungen auf die Menschheit, aber auch die Frage, wie wir mit den daraus entstehenden Herausforderungen umgehen können, stehen im Zentrum der Veranstaltungsserie „Zukunft Mensch“. Die Zukunft des Menschen wird in zunächst drei Vortragsreihen behandelt: Teil 1 im Herbst 2019 widmete sich den technologischen Treibern, etwa der Gentechnik und der sogenannten Künstlichen Intelligenz. Teil 2 fokussierte auf ökologische Einflussfaktoren und menschliche Strategien im Umgang mit Entwicklungen wie dem Klimawandel. Teil 3 nimmt nun langfristige gesellschaftliche Trends in den Blick: Wirtschaft und Politik, Kommunikation und Migration, Bevölkerungsentwicklung und Recht – viele für das gesellschaftliche Zusammenleben relevante Handlungsfelder werden auf Trends und Herausforderungen hin untersucht. Und wieder sind es ausgewiesene Expertinnen und Experten, die aus ihren Fachgebieten berichten.

Dass Zukunftsforschung mit vielen unbekannten Variablen arbeitet, führt uns die Pandemie in Jahr 2020 vor Augen. Sie zeigt, wie ein einzelnes Ereignis den Lauf der Dinge massiv beeinflussen kann. Auch die Veranstaltungsserie illustriert dies: Die Vortragsreihe „Mensch – Umwelt“ musste im April unterbrochen werden. Drei Veranstaltungen sind nun September 2020 nachgeholt worden.

Die Planung der neuen Reihe „Mensch – Gesellschaft“ erfolgte unter schwierigen Bedingungen. Die üblichen Räumlichkeiten standen nicht oder nur eingeschränkt zur Verfügung; nur noch ein Bruchteil der sonst üblichen Zahl an Besuchern kann an den öffentlichen und kostenfreien Veranstaltungen teilnehmen. So hat das Team der Polytechnischen Gesellschaft entschieden, die Vorträge und Podiumsdiskussionen im zweiten Halbjahr 2020 im Wesentlichen online anzubieten. Sie werden per Livestream auf den YouTube-Kanal PTGFrankfurt übertragen. Wir arbeiten hierzu mit der Evangelischen Akademie Frankfurt und dem Haus am Dom des Bistum Limburg zusammen, die über die geeignete Streamingtechnik verfügen. Gleichzeitig bleibt die Option bestehen, entsprechend des Infektionsgeschehens für einzelne Veranstaltungen auch ein begrenztes Präsenzpublikum zuzulassen. Über unseren Newsletter können sich Interessierte über die Möglichkeiten zur Teilnahme an einzelnen Veranstaltungen auf dem Laufenden halten. Die Anmeldung für den Newsletter erfolgt über unsere Website.

Wir freuen uns, wenn Sie sich wieder von den Themen und Menschen unserer Vortragsreihe begeistern lassen. Es ist klar, dass das Erlebnis eines Vortrags vor Ort ein anderes ist als im virtuellen Raum. Aber wir sind froh, dass wir Ihnen dank der technischen Möglichkeiten weiterhin ein Forum für spannende Diskussionen über zentrale Fragen der Gegenwart bieten können.

Weitere Informationen
Die Vortragsreihe der Polytechnischen Gesellschaft findet in Kooperation mit der Frankfurter Sparkasse, der Goethe-Universität Frankfurt am Main, hr-iNFO, der Wissenschaftlichen Buchgesellschaft Darmstadt und den Tochterinstituten der Polytechnischen Gesellschaft, dem Kuratorium Kulturelles Frankfurt, der Frankfurter Stiftung für Blinde und Sehbehinderte und dem Kunstgewerbeverein Frankfurt am Main, statt. Die Vorträge beginnen dienstagabends um 19.00 Uhr. Der Online-Zutritt zu den Vorträgen erfolgt unkompliziert und kostenlos über unsere Website. Zuschauerfragen können über den Livechat oder per E-Mail an ptg@polytechnische.de gestellt werden. Informationen über die Teilnahme vor Ort sind über unseren Newsletter erhältlich.


Die Jungen Polytechniker Can und Kaan Kutbay über ihre Erfahrungen als angehende Lehrer

Sie repräsentieren die Polytechnische Gesellschaft auf der Titelseite des Tätigkeitsberichts 2019: die beiden Jungen Polytechniker Can und Kaan Kutbay. Schon als Grundschüler nahmen sie am „Deutschsommer“ der Stiftung Polytechnische Gesellschaft teil. Zusammen mit ihren Eltern wurden sie danach mit einem „Diesterweg-Stipendium“ gefördert. Später engagierten sie sich im Förderprogramm „Stadtteilbotschafter“ der Stiftung. Derzeit studieren beide an der Goethe-Universität. Can Kutbay möchte Sekundarstufenlehrer für Geschichte, Mathematik und Physik werden; Kaan Kutbay studiert auf Grundschullehramt. Seit Anfang 2020 sind die beiden Brüder Mitglied der Polytechnischen Gesellschaft. Im Podcast-Gespräch erzählen sie von ihrem Werdegang und ihren Erfahrungen als angehende Lehrer.

Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Interview.


Der Tätigkeitsbericht für das Jahr 2019 ist da

Einmal im Jahr hält die Polytechnische Gesellschaft Rückschau auf die eigenen Aktivitäten und die Aktivitäten der sieben Tochterinstitute. Für die Polytechnische Familie war 2019 ein gutes Jahr.

So erreicht die Vortragsreihe ein immer größeres Publikum. Mit etwa 1300 Teilnehmern erzielte die Auftaktveranstaltung zur Reihe "Mensch-Maschine", ein Gesprächsabend mit Prof. Dr. Richard David Precht und Prof. Dr. Dr. h. c. Volker Mosbrugger, einen Besucherrekord.

Der Tätigkeitsbericht gibt auch Auskunft über Veränderungen innerhalb der Polytechnischen Gesellschaft, zum Beispiel beim Aufnahmeverfahren. Durch eine Satzungsänderung ist es seit diesem Jahr möglich, gezielt junge Menschen im Alter von 20 bis 30 Jahren als „Junge Polytechniker" oder "Junge Polytechnikerinnen" in die Polytechnische Gesellschaft aufzunehmen. Die Polytechniker möchten so das beeindruckende Engagement junger Frauen und Männer für die Frankfurter Stadtgesellschaft nicht nur würdigen und unterstützen, sondern erhoffen sich auch neue Impulse für die gesamte „polytechnische Familie“.

Der Tätigkeitsbericht gibt schließlich Einblick in die sieben Tochterinstitute und vermittelt so ein umfassendes Bild des polytechnischen Engagements für Frankfurt und seine Bürgerinnen und Bürger. Eine PDF-Version des Tätigkeitsberichts 2019 steht für Sie in der Mediathek zum Download bereit.


"Mensch - Maschine. Thesen und Positionen": Die neue Broschüre der Polytechnischen Gesellschaft

Die Vortragsreihe "Mensch - Maschine" im zweiten Halbjahr 2019 befasste sich mit Neuentwicklungen in der Robotik, der Gentechnik und den Technologien des Human Enhancements und beleuchtete ihre Bedeutung für unser Menschsein. Ein Fokus lag auf der Künstlichen Intelligenz, ein anderer auf der "Optimierung" des Menschen.

Die Reihe begann mit einer Veranstaltung zusammen mit Richard David Precht, der im Gespräch mit Volker Mosbrugger, Präsident der Polytechnischen Gesellschaft, eine Einordnung der technologischen Entwicklungen aus philosophischer Perspektive versuchte. Mit einem Vortrag von Nobelpreisträgerin Christiane Nüsslein-Volhard über Möglichkeiten und Grenzen der Geneditierung endete die Reihe.

Die Polytechnische Gesellschaft versammelt nun die wichtigsten Gedanken und Ideen aus den elf Veranstaltungen in einer neuen Broschüre:
"Mensch - Maschine. Thesen und Positionen" enthält kurze, prägnante Resümees der Veranstaltungen sowie Thesenpapiere, die einige der Experten, die an der Vortragsreihe mitgewirkt haben, selbst verfassst haben.

Die Broschüre steht in der Mediathek zum Download bereit.


Zukunft Mensch
Polytechnische Gesellschaft startet zweiten Teil der Trilogie: Mensch - Umwelt

Es kann kein Zweifel daran bestehen: Wir Menschen übernutzen inzwischen unseren Planeten Erde in einer Weise, dass wir selbst darunter leiden und unsere Zukunft gefährden: Die Ozeane sind überfischt und voller Plastikmüll; durch unsere Kohlendioxidemissionen erfahren wir einen drastischen Klimawandel, der insbesondere an den Küsten die Existenz von Millionen Menschen gefährdet; der „stumme Frühling“ ist in vielen Regionen heute schon Realität – als Folge eines rapiden Verlusts an biologische Vielfalt.

Was bedeutet das für unsere Kinder und Enkelkinder? Welche Konsequenzen ziehen wir daraus für unser Handeln? Wie können wir den Übergang zu einer wirklich nachhaltigen Bewirtschaftung unseres Planeten schaffen, die den Erhalt des Sozial-, Wirtschafts- und Naturkapitals gleichermaßen im Blick hat? In unserer insgesamt dreiteiligen Veranstaltungsserie „Zukunft Mensch“ wollen wir – nach der Behandlung der Thematik „Mensch – Maschine“ im Jahr 2019 – nun in der zweiten Vortragsreihe 2020 dem zukünftigen Verhältnis von Mensch und Umwelt nachspüren. Wieder sind es exzellente Expertinnen und Experten, die wir für unsere 10 Veranstaltungen gewinnen konnten, und wieder decken sie ein ganz breites Spektrum von Themenfeldern ab. Begleiten Sie uns also erneut, um ein weiteres Stück Zukunft zu entdecken und aktiv mitzugestalten.

Prof. Dr. Volker Mosbrugger
Präsident der Polytechnischen Gesellschaft

Weitere Informationen
Die Vortragsreihe der Polytechnischen Gesellschaft findet in Kooperation mit der Frankfurter Sparkasse, der Goethe-Universität Frankfurt am Main, hr-iNFO und den Tochterinstituten der Polytechnischen Gesellschaft, dem Kuratorium Kulturelles Frankfurt, der Frankfurter Stiftung für Blinde und Sehbehinderte und dem Kunstgewerbeverein Frankfurt am Main, statt. Die Vorträge beginnen dienstagabends um 19.00 Uhr. Der Eintritt ist frei und eine Anmeldung ist nicht nötig.

 


22. Kammermusikwettbewerb der Polytechnischen Gesellschaft

Am 3. Dezember 2019 fand in der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst der 22. Kammermusikwettbewerb der Polytechnischen Gesellschaft statt mit einer Rekordbeteiligung von 16 Kammermusikensembles mit insgesamt 45 Teilnehmern. Das hohe Gesamtniveau machte der Jury die e Entscheidung schwer.

Den Hauptpreis in Höhe von 8000 Euro plus zwei Preisträgerkonzerten am 12. und 13. Mai 2020 in Frankfurt und Friedrichsdorf erspielte sich das Trio „Le Concert dans l‘oeuf“ aus der Abteilung Historische Interpretationspraxis. Das Trio mit Mariona Mateu Carles, Arthur Cambreling und Simon Wallinger beeindruckte mit einer sehr originellen Kombination aus alter und neuer Musik von Frescobaldi bis Stockhausen. Einfallsreich virtuose Interpretationen und eine in das musikalische Konzept eingearbeitete, charmante Moderation überzeugten die Jury.

Einen Förderpreis von 2000 Euro, ebenfalls verbunden mit einem Auftritt in der Konzertreihe der Polytechnischen Gesellschaft in der nächsten Saison, erspielte sich das Aavik Quartett mit Hans Christian Aavik, Mona Verhas, Josè Battista Junior und Clara Franz. Die Musiker aus der Klasse von Prof. Tim Vogler boten eine einprägsame Interpretation von Schulhoffs 1. Streichquartett sowie eine kluge Programmreihenfolge mit dem frühen Quartett KV 138 von Mozart am Ende ihrer Aufführung.

Trio „Le Concert dans l‘oeuf“(Mariona Mateu Carles, Arthur Cambreling und Simon Wallinger)


Zukunft Mensch
Polytechnische Gesellschaft startet dreiteilige Vortragsreihe

Am 10. September 2019 beginnt mit einem Auftakt von Prof. Dr. Richard David Precht und Prof. Dr. Dr. h. c. Volker Mosbrugger die dreiteilige Vortragsreihe „Zukunft Mensch“ der Polytechnischen Gesellschaft. Im ersten Teil der Trilogie geht es in elf Veranstaltungen um das Verhältnis von „Mensch – Maschine“. Es schließen sich 2020 die Themenfolgen „Mensch – Umwelt“ und „Mensch – Gesellschaft“ an.

Inzwischen sind unser Wissen und unsere Fähigkeiten so weit entwickelt, dass wir unseren Planeten und auch den Menschen selbst verändern können. Neue Techniken wie Climate Engineering, Genetic Enhancement, Social Media, Robotik, Bild- und Spracherkennung oder Künstliche Intelligenz eröffnen ständig neue Chancen, stellen uns aber auch immer wieder vor Herausforderungen. Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen verschiedener Disziplinen werden über technische Möglichkeiten und Konsequenzen sprechen und aufzeigen welche ethischen und politischen Debatten nun geführt werden sollten.

Zum Programm der Vortragsreihe Zukunft Mensch: Mensch - Maschine

Menschen interagieren zunehmend mehr mit Maschinen. Um diese neuen Techniken bestmöglich nutzen zu können, brauchen wir neue Regelungen für einen verantwortungsvollen Umgang mit ihnen. Dafür ist einerseits Verständnis und andererseits gesellschaftlicher Diskurs nötig. Das Machbare geschehen zu lassen, Verantwortung abzugeben und so in eine neue „selbstverschuldete Unmündigkeit“ abzugleiten, ist sicherlich keine Lösung und steht einer funktionierenden Demokratie entgegen. Mit der Vortragsreihe „Zukunft Mensch: Mensch – Maschine“ greift die Polytechnische Gesellschaft die wichtigsten Fragen auf. „Wer ist intelligenter: Mensch oder Maschine?“, „Erbgut nach Maß: Die neue Genschere“, „Robotik und Recht“ oder „Desinformation und Krieg im digitalen Zeitalter“ lauten einige Vortragstitel. Unter den ReferentInnen finden sich Persönlichkeiten wie die Nobelpreisträgerin Prof. Dr. Christiane Nüsslein-Vollhard, die Hessische Staatsministerin für Digitale Strategie und Entwicklung Prof. Dr. Kristina Sinemus, der Sprecher des Chaos Computer Clubs Frank Rieger, die Medizinethikerin Prof. Dr. Alena Buyx, der Cyborg Enno Park oder die Kognitionswissenschaftlerin und Science-Slammerin Franca Parianen.


Zwei Ensembles erspielten sich 2018 ein Preisgeld von 10.000 Euro beim Kammermusikpreis der Polytechnischen Ge-sellschaft

Zum 21. Mal fand am Dienstag, 27. November 2018 in der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main (HfMDK) der jährliche Kammermusikwettbewerb der Polytechnischen Gesellschaft statt.

Der Preis ging an das Duo Tobias Reifland (Viola; München, Klasse Prof. Roland Glassl) und Eunjoo Kang (Klavierkammermusik, HfMDK, Klasse Prof. Angelika Merkle) sowie an das Malion Quartett mit Sophia Stiehler (Violine 1), Jelena Galić (Violine 2), Ulla Knuutila (Viola) und Bettina Kessler (Violoncello). Alle vier sind Studentinnen an der HfMDK aus der Streicher-kammermusik-Klasse von Prof. Tim Vogler. Damit hat sich das Duo mit der Sonate Op. 120 Nr. 2 von Brahms und zwei Sätzen aus Sarasateana, Suite von spanischen Tänzen von Efrem Zimbalist den 1. Preis erspielt – ebenso wie das Malion Quartett mit zwei Sätzen aus dem Streichquartett Nr. 1, Op. 20 von Alberto Ginastera und dem 1. Satz aus Mozarts Streichquartett in d-moll, KV 421.

Das Preisgeld in Höhe von 10.000 Euro teilen sich die fünf Musikerinnen und der Bratschist zu gleichen Anteilen. Beide Ensembles werden sich im Preisträgerkonzert am 15. Mai um 20:00 Uhr im Kundenzentrum der Frankfurter Sparkasse präsentieren.

„Sowohl das Duo als auch das Quartett überzeugten die Jury mit hochklassigen Interpretationen, die geprägt waren von großer Einfühlsamkeit in die Musik und einer Fähigkeit, die Zuhörer mitzunehmen in die Welt der gespielten Werke. Der Funke sprang über. Neu beim diesjährigen Wettbewerb war, dass die Ensembles ihren Auftritt moderieren sollten. Das ist beiden auf unterschiedliche Weise ganz vorzüglich gelungen. Während das Malion Quartett mit charakteristischen Klangbeispielen in die zu hörende Musik einführte, fand Tobias Reifland persönliche und auch humorvolle Worte, die das Publikum direkt ansprachen. Beide Ensembles wurden, trotz der verschiedenen Besetzungen, gleichermaßen hoch eingeschätzt, so dass die Teilung des Preises notwendig war“, begründet Prof. Tim Vogler die Entscheidung der Jury.

Dem musikalischen Wettstreit stellten sich in diesem Jahr insgesamt acht Ensembles (fünf Duos, zwei Trios und ein Quartett.) aus Studierenden der HfMDK. Zum Wettbewerb zugelassen waren Ensembles mit jeweils mindestens zwei Mitgliedern, aus deren kammermusikalischem Repertoire sich ein anspruchsvolles und stilistisch vielseitiges Konzertprogramm gestalten lässt. Die Ensembles verpflichten sich mit der Annahme des Preises, für die Dauer der Förderung regelmäßig und intensiv als Ensemble zu arbeiten und die Ergebnisse ihrer Arbeit in der Konzertreihe des Vereins zur Pflege der Kammermusik und zur Förderung junger Musiker, einem Tochterinstitut der Polytechnischen Gesellschaft, zu präsentieren.

Der Jury gehörten an: Dr. Christa Ratjen als Vorsitzende und Vertreterin der Polytechnischen Gesellschaft, Prof. Laura Ruiz Ferreres (Klarinette), Prof. Angelika Merkle (Klavierkammermusik), Prof. Tim Vogler und Prof. Hubert Buchberger (Streicherkammermusik), Prof. Jan Ickert (Violoncello) und Prof. Eike Wernhard (Klavier) als Lehrende an der HfMDK sowie Prof. Harald Schoneweg (Violine, HfM Köln).

 

Duo Tobias Reifland (Viola) und Eunjoo Kang (Klavier)


Polytechnische Gesellschaft wählt Prof. Dr. Volker Mosbrugger zu ihrem 25. Präsidenten

Frankfurt, 8. November 2018 Die Mitglieder der Polytechnischen Gesellschaft haben gestern Abend den Wissenschaftler und Generaldirektor der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung Prof. Dr. Dr. h.c. Volker Mosbrugger (65) mit einer Mehrheit von 98,25 % zu ihrem neuen Präsidenten gewählt. Er folgt in diesem Ehrenamt auf den am 18. Oktober 2017 verstorbenen Rechtsanwalt Walther von Wietzlow. Mit Mosbrugger gewinnt die Polytechnische Gesellschaft einen national und international renommierten Wissenschaftler und Wissenschaftsmanager zum Präsidenten. Mosbrugger ist bereits seit 2007 Mitglied der Frankfurter Bürgergesellschaft und engagiert sich seit 2010 im Stiftungsrat der Stiftung Polytechnische Gesellschaft, die eines der sieben Tochterinstitute der Polytechnischen Gesellschaft ist.

„Ich danke für das Vertrauen, das mir entgegengebracht wird, und werde alles tun, um die Polytechnische Gesellschaft und ihre Tochterinstitute in der bewährten und erfolgreichen Tradition weiterzuentwickeln und auszubauen. Angesichts der vielfältigen Herausforderungen für Demokratie und gesellschaftlichen Zusammenhalt sind die Werte und Handlungsfelder der Polytechnischen Gesellschaft wie Aufklärung, Bildung, Verantwortung und Zusammenhalt heute wichtiger denn je – dies ist für mich Ansporn und Herausforderung“, so Mosbrugger. Dr. Birgit Sander, Stellvertreterin des Präsidenten, und gestern Abend in dieser Funktion bestätigt, freut sich: „Mit Prof. Dr. Mosbrugger haben wir unseren Wunschkandidaten gefunden. Er vereint Weitsicht und Innovationsfreude und wird der Gesellschaft sicherlich viele neue Anstöße geben. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit.“ Sander ist studierte Kunsthistorikerin und Stellvertretende Direktorin des Museums Giersch der Goethe-Universität. Nach dem plötzlichen Tod von Wietzlows hatte sie die Führung des Vereins mit großem Einsatz interimistisch bis zur gestrigen Wahl übernommen. Sie freut sich auf weitere vier Jahre in diesem Amt.

In gleicher Wahl wurde Johann-Peter Krommer, Mitglied des Vorstands der Stiftung Polytechnische Gesellschaft, in seinem Amt als Schatzmeister bestätigt. Schriftführer Ekkehardt Sättele verlässt nach vier Jahren den Vorstand. Zu seiner Nachfolgerin wurde die Anwältin und Notarin Dr. Dagmar Meidrodt gewählt. Sie engagiert sich bereits seit vielen Jahren als Mitglied des Kuratoriums der Frankfurter Stiftung für Blinde und Sehbehinderte, ebenfalls ein Tochterinstitut der Polytechniker. Mit dem Arzt und ehemaligen Ärztlichen Direktor des Sankt Katharinen Krankenhauses, Prof. Dr. med. Ulrich Finke, erweitert die Polytechnische Gesellschaft ihren Vorstand auf fünf Personen.

In seiner Funktion als Präsident der Polytechnischen Gesellschaft übernimmt Mosbrugger ebenfalls den Vorsitz des siebenköpfigen Stiftungsrates der Stiftung Polytechnische Gesellschaft. Der Vorstand der Stiftung wird unverändert von Prof. Dr. Roland Kaehlbrandt (Vorsitz) und Johann-Peter Krommer gebildet.

Zu den Biografien der neuen Vorstände

Prof. Dr. Volker Mosbrugger (Mitte) wurde mit großer Mehrheit zum neuen Präsidenten gewählt. Weiterhin gehören dem Vorstand an (v.l.n.r.): Prof. Dr. med. Ulrich Finke, Dr. Dagmar Meidrodt als Schriftführerin, Dr. Birgit Sander als Stellvertretende Präsidentin und Johann-Peter Krommer als Schatzmeister.


Pro oder contra?
Die Vortragsreihe „Zukunft entdecken“ startet mit einer Debatte zum bedingungslosen Grundeinkommen

Frankfurt, 4. September 2018 Geld für nichts? Ist das die Lösung für eine gerechte digitale Gesellschaft? Darüber debattieren Prof. Dr. Thomas Straubhaar aus Hamburg und Heinrich Alt, ehemaliges Mitglied des Vorstands der Bundesagentur für Arbeit, am Dienstag, 11. September 2018 um 19:00 Uhr im Kundenzentrum der Frankfurter Sparkasse. Die Polytechnische Gesellschaft eröffnet mit der Debatte im englischen Stil den zweiten Teil ihrer Vortragsreihe 2018 unter dem Titel „Zukunft entdecken“.

Für Prof. Thomas Straubhaar steht fest: Das bedingungslose Grundeinkommen ist ein liberaler, effektiver und sozialer Weg, Gerechtigkeit in ein aus dem Gleichgewicht geratenes Sozialsystem zu bringen – und kann so Wesentliches zum inneren Frieden beitragen. Straubhaar hat ein faires Steuermodell berechnet und beweist die Finanzierbarkeit eines Grundeinkom-mens für jeden in Höhe von 1.000 Euro. Heinrich Alt hält dagegen und spricht sich für die soziale Marktwirtschaft als Wirtschaftsordnung aus. Sie enthält das Versprechen, Effizienz und Gerechtigkeit auszubalancieren. Alt zweifelt außerdem an dem Szenario, dass den Menschen die Arbeit ausgehen wird, und entdeckt gleich mehrere ethische Dilemmata im Konstrukt des bedingungslosen Grundeinkommens.

Die Vortragsreihe „Zukunft entdecken“ präsentiert erneut zehn aktuelle und lebensnahe Themen: Ob es um Roboter, Energiespeicher, Arthrose, Klimawandel, Gerechtigkeit, Insektensterben, Nachhaltigkeit, Demokratie oder ethnologische Museen geht, Experten aus Wissenschaft, Politik, Wirtschaft und Kunst kommen, um verständlich komplexe Entwicklungen zu erläutern und bewerten. Wie gewohnt gibt es auch immer im Anschluss immer die Möglichkeit selbst nachzufragen.

Die Vortragsreihe „Zukunft entdecken“ der Polytechnischen Gesellschaft findet in Kooperation mit der Frankfurter Sparkasse, der Goethe-Universität Frankfurt am Main und den beiden Tochterinstituten der Polytechnischen Gesellschaft, Kuratorium Kulturelles Frankfurt (KKF) und Kunstgewerbeverein Frankfurt am Main, statt.


Prof. Dr. Dr. h.c. Volker Mosbrugger kandidiert für die Wahl zum Präsidenten der Polytechnischen Gesellschaft

Frankfurt, 07.05.2018. Das Amt des Präsidenten der Polytechnischen Gesellschaft ist seit dem überraschenden Tod von Walther von Wietzlow († 18. Oktober 2017) vakant. Unter Führung der Stellvertreterin des Präsidenten, Dr. Birgit Sander, hat der Vorstand der Gesellschaft in Absprache mit dem Vorsitzenden des Kuratoriums nach einem Nachfolger gesucht. Der Vorstand freut sich, bekannt geben zu können, dass sich mit Prof. Dr. Dr. h.c. Volker Mosbrugger ein hervorragender Kandidat für die Übernahme der Präsidentschaft der traditionsreichen Frankfurter Bürgervereinigung zur Verfügung stellt. Er wird sich bei der nächsten ordentlichen  itgliederversammlung am 7. November 2018 den 343 Mitgliedern zur Wahl stellen. Professor Mosbrugger (64) ist seit 2009 Generaldirektor der in Frankfurt am Main ansässigen Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung. Der Polytechnischen Gesellschaft gehört er seit 2007 als Mitglied an. Seit 2010 ist er Mitglied des Stiftungsrates der Stiftung Polytechnische Gesellschaft.

Er sagte anlässlich der Bekanntgabe seiner Kandidatur: „Es ist eine große Ehre und Herausforderung zugleich, mich um das Amt des Präsidenten der Polytechnischen Gesellschaft zu bewerben, einer Bürgervereinigung, die seit ihrer Gründung im Jahr 1816 viele positive Entwicklungen in Frankfurt am Main initiiert hat. Diese überaus erfolgreiche, über 200jährige Historie bürgerschaftlichen Engagements gilt es, im 21. Jahrhundert im Geist von Aufklärung in einer modernen, vernetzten Stadtgesellschaft fortzuschreiben. Dafür stehe ich gerne bereit.“


Polytechnische Gesellschaft setzt Vortragsreihe
am 13. Februar 2018 fort

Frankfurt, 06.02.2018. Seit fast 200 Jahren veranstaltet die Polytechnische Gesellschaft eine Vortragsreihe und schafft damit ein Podium für Information, Austausch und Diskussion in Frankfurt. Von Februar bis Mai 2018 finden wieder zehn Vorträge von renommierten Referenten und Referentinnen zu lebensnahen Zukunftsthemen jeweils dienstags Abend bei freiem Eintritt statt.

„Polytechnisch“ – das bedeutet „sich auf viele Künste verstehen“. Die Polytechnische Gesellschaft leitet daraus ihren Auftrag für vielfältige Themen ebenso wie für lebenslanges Lernen daraus ab. Unter dem Titel „Zukunft entdecken“ präsentiert sie aktuelle, spannende und manchmal auch kontroverse Veranstaltungen. Das Spektrum reicht dabei von Biologie bis Bildung, von Stadtplanung bis Sprachforschung. Einen Schwerpunkt bilden in der Reihe ab Februar 2018 drei Vorträge zu den Auswirkungen menschlicher Eingriffe in die Natur. Dabei geht es um die Erfolgsgeschichte des Homo sapiens aus evolutionsbiologischer Sicht, um domestizierte Ökosysteme am Beispiel von Gewässern und um die Veränderungen des Golfstroms durch Klimaerwärmung. Ein Höhepunkt ist unser hochkarätig besetzter Themenabend „Multikulti oder Leitkultur: Wie viel Fremdes vertragen wir?“. Weiterhin geht es um die deutsche Sprache, um Gravitationswellen und um Konzepte für bezahlbares Wohnen. In der zweiteiligen Veranstaltung „Vortrag, Diskurs“ erfahren die Hörer und Hörerinnen zunächst, wie Deutschland hinsichtlich neuer, digitaler Lehr- und Lernwege aufgestellt ist und was eine moderne Bildungsstrategie verlangt, um im Anschluss praxisbezogen über den schulischen Alltag zu sprechen. Aus dem Bereich Politik bieten wir einen Vortrag über die liberale Weltordnung und aus der Kultur eine Veranstaltung unter dem Titel „Licht: Ursprung und Spiegel der Kultur“ an.

Prof. Dr. Bruno Streit vom Institut für Ökologie, Evolution und Diversität der Goethe-Universität Frankfurt am Main eröffnet am Dienstag, 13. Februar um 19:00 Uhr im Hörsaal HIV im Hörsaalgebäude, Mertonstraße 17 – 21, 60325 Frankfurt am Main die Vortragsreihe „Zukunft entdecken“. Der Biologe befasst sich mit dem Erscheinen und Wirken der Gattung Homo sapiens (moderner Mensch). Wie hat sich der Mensch in den 300.000 Jahren seines Bestehens vermehrt und verbreitet? Welches evolutionsbiologische Erbe bringt er mit? Was waren die Gründe für Migration und welche Veränderungen riefen Sesshaftigkeit und Hochkulturen hervor? Streit wird seinen Vortrag mit einem Blick in die Zukunft beenden: Steht die Gattung vor dem Kollaps? Was erwartet uns noch in diesem Jahrhundert?

Die Vortragsreihe „Zukunft entdecken“ der Polytechnischen Gesellschaft findet in Kooperation mit der Frankfurter Sparkasse, der Goethe-Universität Frankfurt am Main, hr-iNFO und den beiden Tochterinstituten der Polytechnischen Gesellschaft, Kuratorium Kulturelles Frankfurt (KKF) und Kunstgewerbeverein Frankfurt am Main, statt.


Duo Aura Australis gewinnt den 20. Kammermusikpreis der Polytechnischen Gesellschaft

Frankfurt, 22.11.2017  Zum zwanzigsten Mal fand am Montag, 19.11.2017 in der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main (HfMDK) der jährliche Kammermusikwettbewerb der Polytechnischen Gesellschaft e.V. statt. In diesem Jahr hat sich das Duo Aura Australis mit Miguel Dopazo (Klarinette) und Daniela Saavedra (Klavier), beide Studierende im Masterstudiengang Klavierkammermusik aus der Klasse von Prof. Angelika Merkle – mit den Interpretationen von Robert Schumanns Fantasiestücken, op. 73, für Klavier und Klarinette, Carlos Guastavinos Sonate für Klarinette und Klavier sowie Francis Poulencs Sonate für Klarinette und Klavier – den 1. Preis und damit ein Preisgeld von 10.000 Euro erspielt.

Die Jury votierte einstimmig, denn das Duo überzeugte mit der ausgereiftesten und homogensten kammermusikalischen Leistung innerhalb dieses Wettbewerbs. Gleichzeitig lobten die Juroren das insgesamt sehr professionelle Niveau aller Ensembles und die intensive kammermusikalische Arbeit an der Hochschule. Dem musikalischen Wettstreit stellten sich in diesem Jahr insgesamt vierzehn Ensembles (sieben Duos, fünf Trios und zwei Quartette) aus Studierenden der HfMDK.

Zum Wettbewerb zugelassen waren Ensembles mit jeweils mindestens zwei Mitgliedern, aus deren kammermusikalischem Repertoire sich ein anspruchsvolles und stilistisch vielseitiges Konzertprogramm gestalten lässt. Die Ensembles verpflichten sich mit der Annahme des Preises, für die Dauer der Förderung regelmäßig und intensiv als Ensemble zu arbeiten und die Ergebnisse ihrer Arbeit in der Konzertreihe des "Vereins zur Pflege der Kammermusik und zur Förderung junger Musiker" zu präsentieren. Das Preisträgerkonzert wird im September 2018 im Kundenzentrum der Frankfurter Sparkasse stattfinden.

Der Jury gehörten an: Dr. Christa Ratjen als Vorsitzende und Vertreterin der Polytechnischen Gesellschaft, Prof. Laura Ruiz Ferreres (Klarinette), Prof. Angelika Merkle (Klavierkammermusik), Prof. Hubert Buchberger (Streicherkammermusik) und Jan Ickert (Violoncello) als Lehrende an der HfMDK.

Aura Australis, das sind Miguel Dopazo (Klarinette) und Daniela Saavedra (Klavier).

Das Preisträgerkonzert mit feierlicher Preisübergabe findet am 19. September 2018 im Kundenzentrum der Frankfurter Sparkasse in Frankfurt statt.


„Es kann nie genug Vernünftigkeit geben“ -
Walther von Wietzlow, der Präsident der Polytechnischen Gesellschaft, ist gestorben.

Frankfurt, 18.10.2017 Der Präsident der Polytechnischen Gesellschaft e. V., Walther von Wietzlow, ist am frühen Morgen des 18. Oktober 2017 im Alter von 72 Jahren gestorben. Vorstand, Kuratorium, Tochterinstitute und Mitglieder der Polytechnischen Gesellschaft sind bestürzt und voller Trauer über den völlig unerwarteten Tod ihres Präsidenten.

Walther von Wietzlow wurde auf der Flucht aus Pommern am 24. Februar 1945 geboren, wuchs in der Nähe von Hannover und in Hamburg auf und kam 1960 nach Frankfurt. Hier folgten das Abitur an der Musterschule und das Studium der Rechtswissenschaft an der Goethe-Universität. Seit 1975 war der Spezialist für Gesellschaftsrecht und Compliance als Rechtsanwalt und Unternehmer tätig. Im Jahr 1980 übernahm er als Chefsyndikus die Leitung der Rechtsabteilung der Didier-Werke AG Wiesbaden. Zwölf Jahre später wurde er in den Vorstand der Beteiligungsgesellschaft AGAB berufen, kehrte jedoch 1995 zu Didier zurück: zunächst als Vorstandsmitglied, dann als Sprecher des Vorstands. Anschließend war von Wietzlow Anwalt in der international ausgerichteten amerikanischen Kanzlei Jones Day und seit 2007 Of Counsel der Rechtsanwaltskanzlei Rittershaus Rechtsanwälte Partnerschaftsgesellschaft. Er war verheiratet, Vater von vier Kindern und fünffacher Großvater.

Im Ehrenamt sind von Wietzlows Leistungen mit der Frankfurter Rudergesellschaft Germania von 1869 e. V. und der Polytechnischen Gesellschaft, der er seit 1984 angehörte, verbunden: Bis März 2016 lenkte er 16 Jahre lang die Geschicke des traditionsreichen Frankfurter Sportvereins, am 6. November 2014 wurde er als Nachfolger von Prof. Dr. Klaus Ring zum Präsidenten der Polytechnischen Gesellschaft gewählt. In diesem Zuge übernahm von Wietzlow auch zahlreiche wichtige Ämter in den Tochterinstituten der Polytechnischen Gesellschaft. Bereits von 2012 bis 2014 war von Wietzlow Kuratoriumsmitglied der Bürgervereinigung gewesen.

Dr. Birgit Sander, die Vizepräsidentin der Polytechnischen Gesellschaft, äußerte sich bestürzt: „Die Polytechnische Gesellschaft verliert mit Herrn von Wietzlow einen ideenreichen, dynamisch zupackenden und bürgernahen Präsidenten, der sich mit außerordentlichem persönlichen Engagement, geistiger Neugier und ausgeprägter Empathie der Weiterentwicklung unserer traditionsreichen Bürgervereinigung angenommen hat. Die von ihm gestaltete Feier zum 200-jährigen Jubiläum der Polytechnischen Gesellschaft, 2016, wird vielen in bester Erinnerung bleiben. Unter dem Motto ‚Zukunft entdecken‘ konzipierte er zahlreiche Vortragsveranstaltungen von hohem Niveau. Sein Vorbild ist uns Verpflichtung.“

Der Vorsitzende des Kuratoriums der Polytechnischen Gesellschaft, der frühere Frankfurter Universitätspräsident Prof. Dr. Rudolf Steinberg, sagte: „Walther von Wietzlow stand als Präsident der Polytechnischen Gesellschaft in der Tradition der Aufklärung, die bis heute das Fundament der Vereinigung bildet. Mit seiner geistigen Offenheit, seinem breiten beruflichen Erfahrungsspektrum und seinem langjährigen Erfolg im Bereich bürgerschaftlichen Engagements hat er die Polytechnische Gesellschaft und ihre Tochterinstitute kraftvoll geführt und vorangebracht. Sein Plädoyer für Vernunft in turbulenter Zeit – ‚Es kann nie genug Vernünftigkeit geben‘ – wird uns weiter leiten und begleiten.“

Walther von Wietzlow 24.02.1945 - 18.10.2017
Präsident der Polytechnischen Gesellschaft 6.11.2014 - 18.10.2017