Zukunft Mensch
Polytechnische Gesellschaft startet dreiteilige Vortragsreihe

Am 10. September 2019 beginnt mit einem Auftakt von Prof. Dr. Richard David Precht und Prof. Dr. Dr. h. c. Volker Mosbrugger die dreiteilige Vortragsreihe „Zukunft Mensch“ der Polytechnischen Gesellschaft. Im ersten Teil der Trilogie geht es in elf Veranstaltungen um das Verhältnis von „Mensch – Maschine“. Es schließen sich 2020 die Themenfolgen „Mensch – Umwelt“ und „Mensch – Gesellschaft“ an.

Inzwischen sind unser Wissen und unsere Fähigkeiten so weit entwickelt, dass wir unseren Planeten und auch den Menschen selbst verändern können. Neue Techniken wie Climate Engineering, Genetic Enhancement, Social Media, Robotik, Bild- und Spracherkennung oder Künstliche Intelligenz eröffnen ständig neue Chancen, stellen uns aber auch immer wieder vor Herausforderungen. Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen verschiedener Disziplinen werden über technische Möglichkeiten und Konsequenzen sprechen und aufzeigen welche ethischen und politischen Debatten nun geführt werden sollten.

Zum Programm der Vortragsreihe Zukunft Mensch: Mensch - Maschine

Menschen interagieren zunehmend mehr mit Maschinen. Um diese neuen Techniken bestmöglich nutzen zu können, brauchen wir neue Regelungen für einen verantwortungsvollen Umgang mit ihnen. Dafür ist einerseits Verständnis und andererseits gesellschaftlicher Diskurs nötig. Das Machbare geschehen zu lassen, Verantwortung abzugeben und so in eine neue „selbstverschuldete Unmündigkeit“ abzugleiten, ist sicherlich keine Lösung und steht einer funktionierenden Demokratie entgegen. Mit der Vortragsreihe „Zukunft Mensch: Mensch – Maschine“ greift die Polytechnische Gesellschaft die wichtigsten Fragen auf. „Wer ist intelligenter: Mensch oder Maschine?“, „Erbgut nach Maß: Die neue Genschere“, „Robotik und Recht“ oder „Desinformation und Krieg im digitalen Zeitalter“ lauten einige Vortragstitel. Unter den ReferentInnen finden sich Persönlichkeiten wie die Nobelpreisträgerin Prof. Dr. Christiane Nüsslein-Vollhard, die Hessische Staatsministerin für Digitale Strategie und Entwicklung Prof. Dr. Kristina Sinemus, der Sprecher des Chaos Computer Clubs Frank Rieger, die Medizinethikerin Prof. Dr. Alena Buyx, der Cyborg Enno Park oder die Kognitionswissenschaftlerin und Science-Slammerin Franca Parianen.

Praktische Informationen

Die Vortragsreihe „Zukunft Mensch“ der Polytechnischen Gesellschaft findet in Kooperation mit der Frankfurter Sparkasse, der Goethe-Universität Frankfurt am Main, hr-

iNFO und den Tochterinstituten der Polytechnischen Gesellschaft, dem Kuratorium Kulturelles Frankfurt, der Frankfurter Stiftung für Blinde und Sehbehinderte und dem Kunstgewerbeverein Frankfurt am Main, statt. Die Vorträge beginnen dienstagabends um 19:00 Uhr. Der Eintritt ist frei und eine Anmeldung ist nicht nötig.


Zwei Ensembles erspielen sich 10.000 Euro Preisgeld beim diesjährigen Kammermusikpreis der Polytechnischen Ge-sellschaft

Zum 21. Mal fand am Dienstag, 27. November in der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main (HfMDK) der jährliche Kammermusikwettbewerb der Polytechnischen Gesellschaft statt.

Der Preis ging an das Duo Tobias Reifland (Viola; München, Klasse Prof. Roland Glassl) und Eunjoo Kang (Klavierkammermusik, HfMDK, Klasse Prof. Angelika Merkle) sowie an das Malion Quartett mit Sophia Stiehler (Violine 1), Jelena Galić (Violine 2), Ulla Knuutila (Viola) und Bettina Kessler (Violoncello). Alle vier sind Studentinnen an der HfMDK aus der Streicher-kammermusik-Klasse von Prof. Tim Vogler. Damit hat sich das Duo mit der Sonate Op. 120 Nr. 2 von Brahms und zwei Sätzen aus Sarasateana, Suite von spanischen Tänzen von Efrem Zimbalist den 1. Preis erspielt – ebenso wie das Malion Quartett mit zwei Sätzen aus dem Streichquartett Nr. 1, Op. 20 von Alberto Ginastera und dem 1. Satz aus Mozarts Streichquartett in d-moll, KV 421.

Das Preisgeld in Höhe von 10.000 Euro teilen sich die fünf Musikerinnen und der Bratschist zu gleichen Anteilen. Beide Ensembles werden sich im Preisträgerkonzert am 15. Mai um 20:00 Uhr im Kundenzentrum der Frankfurter Sparkasse präsentieren.

„Sowohl das Duo als auch das Quartett überzeugten die Jury mit hochklassigen Interpretationen, die geprägt waren von großer Einfühlsamkeit in die Musik und einer Fähigkeit, die Zuhörer mitzunehmen in die Welt der gespielten Werke. Der Funke sprang über. Neu beim diesjährigen Wettbewerb war, dass die Ensembles ihren Auftritt moderieren sollten. Das ist beiden auf unterschiedliche Weise ganz vorzüglich gelungen. Während das Malion Quartett mit charakteristischen Klangbeispielen in die zu hörende Musik einführte, fand Tobias Reifland persönliche und auch humorvolle Worte, die das Publikum direkt ansprachen. Beide Ensembles wurden, trotz der verschiedenen Besetzungen, gleichermaßen hoch eingeschätzt, so dass die Teilung des Preises notwendig war“, begründet Prof. Tim Vogler die Entscheidung der Jury.

Dem musikalischen Wettstreit stellten sich in diesem Jahr insgesamt acht Ensembles (fünf Duos, zwei Trios und ein Quartett.) aus Studierenden der HfMDK. Zum Wettbewerb zugelassen waren Ensembles mit jeweils mindestens zwei Mitgliedern, aus deren kammermusikalischem Repertoire sich ein anspruchsvolles und stilistisch vielseitiges Konzertprogramm gestalten lässt. Die Ensembles verpflichten sich mit der Annahme des Preises, für die Dauer der Förderung regelmäßig und intensiv als Ensemble zu arbeiten und die Ergebnisse ihrer Arbeit in der Konzertreihe des Vereins zur Pflege der Kammermusik und zur Förderung junger Musiker, einem Tochterinstitut der Polytechnischen Gesellschaft, zu präsentieren.

Der Jury gehörten an: Dr. Christa Ratjen als Vorsitzende und Vertreterin der Polytechnischen Gesellschaft, Prof. Laura Ruiz Ferreres (Klarinette), Prof. Angelika Merkle (Klavierkammermusik), Prof. Tim Vogler und Prof. Hubert Buchberger (Streicherkammermusik), Prof. Jan Ickert (Violoncello) und Prof. Eike Wernhard (Klavier) als Lehrende an der HfMDK sowie Prof. Harald Schoneweg (Violine, HfM Köln).

 

Duo Tobias Reifland (Viola) und Eunjoo Kang (Klavier)


Polytechnische Gesellschaft wählt Prof. Dr. Volker Mosbrugger zu ihrem 25. Präsidenten

Frankfurt, 8. November 2018 Die Mitglieder der Polytechnischen Gesellschaft haben gestern Abend den Wissenschaftler und Generaldirektor der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung Prof. Dr. Dr. h.c. Volker Mosbrugger (65) mit einer Mehrheit von 98,25 % zu ihrem neuen Präsidenten gewählt. Er folgt in diesem Ehrenamt auf den am 18. Oktober 2017 verstorbenen Rechtsanwalt Walther von Wietzlow. Mit Mosbrugger gewinnt die Polytechnische Gesellschaft einen national und international renommierten Wissenschaftler und Wissenschaftsmanager zum Präsidenten. Mosbrugger ist bereits seit 2007 Mitglied der Frankfurter Bürgergesellschaft und engagiert sich seit 2010 im Stiftungsrat der Stiftung Polytechnische Gesellschaft, die eines der sieben Tochterinstitute der Polytechnischen Gesellschaft ist.

„Ich danke für das Vertrauen, das mir entgegengebracht wird, und werde alles tun, um die Polytechnische Gesellschaft und ihre Tochterinstitute in der bewährten und erfolgreichen Tradition weiterzuentwickeln und auszubauen. Angesichts der vielfältigen Herausforderungen für Demokratie und gesellschaftlichen Zusammenhalt sind die Werte und Handlungsfelder der Polytechnischen Gesellschaft wie Aufklärung, Bildung, Verantwortung und Zusammenhalt heute wichtiger denn je – dies ist für mich Ansporn und Herausforderung“, so Mosbrugger. Dr. Birgit Sander, Stellvertreterin des Präsidenten, und gestern Abend in dieser Funktion bestätigt, freut sich: „Mit Prof. Dr. Mosbrugger haben wir unseren Wunschkandidaten gefunden. Er vereint Weitsicht und Innovationsfreude und wird der Gesellschaft sicherlich viele neue Anstöße geben. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit.“ Sander ist studierte Kunsthistorikerin und Stellvertretende Direktorin des Museums Giersch der Goethe-Universität. Nach dem plötzlichen Tod von Wietzlows hatte sie die Führung des Vereins mit großem Einsatz interimistisch bis zur gestrigen Wahl übernommen. Sie freut sich auf weitere vier Jahre in diesem Amt.

In gleicher Wahl wurde Johann-Peter Krommer, Mitglied des Vorstands der Stiftung Polytechnische Gesellschaft, in seinem Amt als Schatzmeister bestätigt. Schriftführer Ekkehardt Sättele verlässt nach vier Jahren den Vorstand. Zu seiner Nachfolgerin wurde die Anwältin und Notarin Dr. Dagmar Meidrodt gewählt. Sie engagiert sich bereits seit vielen Jahren als Mitglied des Kuratoriums der Frankfurter Stiftung für Blinde und Sehbehinderte, ebenfalls ein Tochterinstitut der Polytechniker. Mit dem Arzt und ehemaligen Ärztlichen Direktor des Sankt Katharinen Krankenhauses, Prof. Dr. med. Ulrich Finke, erweitert die Polytechnische Gesellschaft ihren Vorstand auf fünf Personen.

In seiner Funktion als Präsident der Polytechnischen Gesellschaft übernimmt Mosbrugger ebenfalls den Vorsitz des siebenköpfigen Stiftungsrates der Stiftung Polytechnische Gesellschaft. Der Vorstand der Stiftung wird unverändert von Prof. Dr. Roland Kaehlbrandt (Vorsitz) und Johann-Peter Krommer gebildet.

Zu den Biografien der neuen Vorstände

Prof. Dr. Volker Mosbrugger (Mitte) wurde mit großer Mehrheit zum neuen Präsidenten gewählt. Weiterhin gehören dem Vorstand an (v.l.n.r.): Prof. Dr. med. Ulrich Finke, Dr. Dagmar Meidrodt als Schriftführerin, Dr. Birgit Sander als Stellvertretende Präsidentin und Johann-Peter Krommer als Schatzmeister.


Pro oder contra?
Die Vortragsreihe „Zukunft entdecken“ startet mit einer Debatte zum bedingungslosen Grundeinkommen

Frankfurt, 4. September 2018 Geld für nichts? Ist das die Lösung für eine gerechte digitale Gesellschaft? Darüber debattieren Prof. Dr. Thomas Straubhaar aus Hamburg und Heinrich Alt, ehemaliges Mitglied des Vorstands der Bundesagentur für Arbeit, am Dienstag, 11. September 2018 um 19:00 Uhr im Kundenzentrum der Frankfurter Sparkasse. Die Polytechnische Gesellschaft eröffnet mit der Debatte im englischen Stil den zweiten Teil ihrer Vortragsreihe 2018 unter dem Titel „Zukunft entdecken“.

Für Prof. Thomas Straubhaar steht fest: Das bedingungslose Grundeinkommen ist ein liberaler, effektiver und sozialer Weg, Gerechtigkeit in ein aus dem Gleichgewicht geratenes Sozialsystem zu bringen – und kann so Wesentliches zum inneren Frieden beitragen. Straubhaar hat ein faires Steuermodell berechnet und beweist die Finanzierbarkeit eines Grundeinkom-mens für jeden in Höhe von 1.000 Euro. Heinrich Alt hält dagegen und spricht sich für die soziale Marktwirtschaft als Wirtschaftsordnung aus. Sie enthält das Versprechen, Effizienz und Gerechtigkeit auszubalancieren. Alt zweifelt außerdem an dem Szenario, dass den Menschen die Arbeit ausgehen wird, und entdeckt gleich mehrere ethische Dilemmata im Konstrukt des bedingungslosen Grundeinkommens.

Die Vortragsreihe „Zukunft entdecken“ präsentiert erneut zehn aktuelle und lebensnahe Themen: Ob es um Roboter, Energiespeicher, Arthrose, Klimawandel, Gerechtigkeit, Insektensterben, Nachhaltigkeit, Demokratie oder ethnologische Museen geht, Experten aus Wissenschaft, Politik, Wirtschaft und Kunst kommen, um verständlich komplexe Entwicklungen zu erläutern und bewerten. Wie gewohnt gibt es auch immer im Anschluss immer die Möglichkeit selbst nachzufragen.

Die Vortragsreihe „Zukunft entdecken“ der Polytechnischen Gesellschaft findet in Kooperation mit der Frankfurter Sparkasse, der Goethe-Universität Frankfurt am Main und den beiden Tochterinstituten der Polytechnischen Gesellschaft, Kuratorium Kulturelles Frankfurt (KKF) und Kunstgewerbeverein Frankfurt am Main, statt.


Prof. Dr. Dr. h.c. Volker Mosbrugger kandidiert für die Wahl zum Präsidenten der Polytechnischen Gesellschaft

Frankfurt, 07.05.2018. Das Amt des Präsidenten der Polytechnischen Gesellschaft ist seit dem überraschenden Tod von Walther von Wietzlow († 18. Oktober 2017) vakant. Unter Führung der Stellvertreterin des Präsidenten, Dr. Birgit Sander, hat der Vorstand der Gesellschaft in Absprache mit dem Vorsitzenden des Kuratoriums nach einem Nachfolger gesucht. Der Vorstand freut sich, bekannt geben zu können, dass sich mit Prof. Dr. Dr. h.c. Volker Mosbrugger ein hervorragender Kandidat für die Übernahme der Präsidentschaft der traditionsreichen Frankfurter Bürgervereinigung zur Verfügung stellt. Er wird sich bei der nächsten ordentlichen  itgliederversammlung am 7. November 2018 den 343 Mitgliedern zur Wahl stellen. Professor Mosbrugger (64) ist seit 2009 Generaldirektor der in Frankfurt am Main ansässigen Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung. Der Polytechnischen Gesellschaft gehört er seit 2007 als Mitglied an. Seit 2010 ist er Mitglied des Stiftungsrates der Stiftung Polytechnische Gesellschaft.

Er sagte anlässlich der Bekanntgabe seiner Kandidatur: „Es ist eine große Ehre und Herausforderung zugleich, mich um das Amt des Präsidenten der Polytechnischen Gesellschaft zu bewerben, einer Bürgervereinigung, die seit ihrer Gründung im Jahr 1816 viele positive Entwicklungen in Frankfurt am Main initiiert hat. Diese überaus erfolgreiche, über 200jährige Historie bürgerschaftlichen Engagements gilt es, im 21. Jahrhundert im Geist von Aufklärung in einer modernen, vernetzten Stadtgesellschaft fortzuschreiben. Dafür stehe ich gerne bereit.“


Polytechnische Gesellschaft setzt Vortragsreihe
am 13. Februar 2018 fort

Frankfurt, 06.02.2018. Seit fast 200 Jahren veranstaltet die Polytechnische Gesellschaft eine Vortragsreihe und schafft damit ein Podium für Information, Austausch und Diskussion in Frankfurt. Von Februar bis Mai 2018 finden wieder zehn Vorträge von renommierten Referenten und Referentinnen zu lebensnahen Zukunftsthemen jeweils dienstags Abend bei freiem Eintritt statt.

„Polytechnisch“ – das bedeutet „sich auf viele Künste verstehen“. Die Polytechnische Gesellschaft leitet daraus ihren Auftrag für vielfältige Themen ebenso wie für lebenslanges Lernen daraus ab. Unter dem Titel „Zukunft entdecken“ präsentiert sie aktuelle, spannende und manchmal auch kontroverse Veranstaltungen. Das Spektrum reicht dabei von Biologie bis Bildung, von Stadtplanung bis Sprachforschung. Einen Schwerpunkt bilden in der Reihe ab Februar 2018 drei Vorträge zu den Auswirkungen menschlicher Eingriffe in die Natur. Dabei geht es um die Erfolgsgeschichte des Homo sapiens aus evolutionsbiologischer Sicht, um domestizierte Ökosysteme am Beispiel von Gewässern und um die Veränderungen des Golfstroms durch Klimaerwärmung. Ein Höhepunkt ist unser hochkarätig besetzter Themenabend „Multikulti oder Leitkultur: Wie viel Fremdes vertragen wir?“. Weiterhin geht es um die deutsche Sprache, um Gravitationswellen und um Konzepte für bezahlbares Wohnen. In der zweiteiligen Veranstaltung „Vortrag, Diskurs“ erfahren die Hörer und Hörerinnen zunächst, wie Deutschland hinsichtlich neuer, digitaler Lehr- und Lernwege aufgestellt ist und was eine moderne Bildungsstrategie verlangt, um im Anschluss praxisbezogen über den schulischen Alltag zu sprechen. Aus dem Bereich Politik bieten wir einen Vortrag über die liberale Weltordnung und aus der Kultur eine Veranstaltung unter dem Titel „Licht: Ursprung und Spiegel der Kultur“ an.

Prof. Dr. Bruno Streit vom Institut für Ökologie, Evolution und Diversität der Goethe-Universität Frankfurt am Main eröffnet am Dienstag, 13. Februar um 19:00 Uhr im Hörsaal HIV im Hörsaalgebäude, Mertonstraße 17 – 21, 60325 Frankfurt am Main die Vortragsreihe „Zukunft entdecken“. Der Biologe befasst sich mit dem Erscheinen und Wirken der Gattung Homo sapiens (moderner Mensch). Wie hat sich der Mensch in den 300.000 Jahren seines Bestehens vermehrt und verbreitet? Welches evolutionsbiologische Erbe bringt er mit? Was waren die Gründe für Migration und welche Veränderungen riefen Sesshaftigkeit und Hochkulturen hervor? Streit wird seinen Vortrag mit einem Blick in die Zukunft beenden: Steht die Gattung vor dem Kollaps? Was erwartet uns noch in diesem Jahrhundert?

Die Vortragsreihe „Zukunft entdecken“ der Polytechnischen Gesellschaft findet in Kooperation mit der Frankfurter Sparkasse, der Goethe-Universität Frankfurt am Main, hr-iNFO und den beiden Tochterinstituten der Polytechnischen Gesellschaft, Kuratorium Kulturelles Frankfurt (KKF) und Kunstgewerbeverein Frankfurt am Main, statt.


Duo Aura Australis gewinnt den 20. Kammermusikpreis der Polytechnischen Gesellschaft

Frankfurt, 22.11.2017  Zum zwanzigsten Mal fand am Montag, 19.11.2017 in der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main (HfMDK) der jährliche Kammermusikwettbewerb der Polytechnischen Gesellschaft e.V. statt. In diesem Jahr hat sich das Duo Aura Australis mit Miguel Dopazo (Klarinette) und Daniela Saavedra (Klavier), beide Studierende im Masterstudiengang Klavierkammermusik aus der Klasse von Prof. Angelika Merkle – mit den Interpretationen von Robert Schumanns Fantasiestücken, op. 73, für Klavier und Klarinette, Carlos Guastavinos Sonate für Klarinette und Klavier sowie Francis Poulencs Sonate für Klarinette und Klavier – den 1. Preis und damit ein Preisgeld von 10.000 Euro erspielt.

Die Jury votierte einstimmig, denn das Duo überzeugte mit der ausgereiftesten und homogensten kammermusikalischen Leistung innerhalb dieses Wettbewerbs. Gleichzeitig lobten die Juroren das insgesamt sehr professionelle Niveau aller Ensembles und die intensive kammermusikalische Arbeit an der Hochschule. Dem musikalischen Wettstreit stellten sich in diesem Jahr insgesamt vierzehn Ensembles (sieben Duos, fünf Trios und zwei Quartette) aus Studierenden der HfMDK.

Zum Wettbewerb zugelassen waren Ensembles mit jeweils mindestens zwei Mitgliedern, aus deren kammermusikalischem Repertoire sich ein anspruchsvolles und stilistisch vielseitiges Konzertprogramm gestalten lässt. Die Ensembles verpflichten sich mit der Annahme des Preises, für die Dauer der Förderung regelmäßig und intensiv als Ensemble zu arbeiten und die Ergebnisse ihrer Arbeit in der Konzertreihe des "Vereins zur Pflege der Kammermusik und zur Förderung junger Musiker" zu präsentieren. Das Preisträgerkonzert wird im September 2018 im Kundenzentrum der Frankfurter Sparkasse stattfinden.

Der Jury gehörten an: Dr. Christa Ratjen als Vorsitzende und Vertreterin der Polytechnischen Gesellschaft, Prof. Laura Ruiz Ferreres (Klarinette), Prof. Angelika Merkle (Klavierkammermusik), Prof. Hubert Buchberger (Streicherkammermusik) und Jan Ickert (Violoncello) als Lehrende an der HfMDK.

Aura Australis, das sind Miguel Dopazo (Klarinette) und Daniela Saavedra (Klavier).

Das Preisträgerkonzert mit feierlicher Preisübergabe findet am 19. September 2018 im Kundenzentrum der Frankfurter Sparkasse in Frankfurt statt.


„Es kann nie genug Vernünftigkeit geben“ -
Walther von Wietzlow, der Präsident der Polytechnischen Gesellschaft, ist gestorben.

Frankfurt, 18.10.2017 Der Präsident der Polytechnischen Gesellschaft e. V., Walther von Wietzlow, ist am frühen Morgen des 18. Oktober 2017 im Alter von 72 Jahren gestorben. Vorstand, Kuratorium, Tochterinstitute und Mitglieder der Polytechnischen Gesellschaft sind bestürzt und voller Trauer über den völlig unerwarteten Tod ihres Präsidenten.

Walther von Wietzlow wurde auf der Flucht aus Pommern am 24. Februar 1945 geboren, wuchs in der Nähe von Hannover und in Hamburg auf und kam 1960 nach Frankfurt. Hier folgten das Abitur an der Musterschule und das Studium der Rechtswissenschaft an der Goethe-Universität. Seit 1975 war der Spezialist für Gesellschaftsrecht und Compliance als Rechtsanwalt und Unternehmer tätig. Im Jahr 1980 übernahm er als Chefsyndikus die Leitung der Rechtsabteilung der Didier-Werke AG Wiesbaden. Zwölf Jahre später wurde er in den Vorstand der Beteiligungsgesellschaft AGAB berufen, kehrte jedoch 1995 zu Didier zurück: zunächst als Vorstandsmitglied, dann als Sprecher des Vorstands. Anschließend war von Wietzlow Anwalt in der international ausgerichteten amerikanischen Kanzlei Jones Day und seit 2007 Of Counsel der Rechtsanwaltskanzlei Rittershaus Rechtsanwälte Partnerschaftsgesellschaft. Er war verheiratet, Vater von vier Kindern und fünffacher Großvater.

Im Ehrenamt sind von Wietzlows Leistungen mit der Frankfurter Rudergesellschaft Germania von 1869 e. V. und der Polytechnischen Gesellschaft, der er seit 1984 angehörte, verbunden: Bis März 2016 lenkte er 16 Jahre lang die Geschicke des traditionsreichen Frankfurter Sportvereins, am 6. November 2014 wurde er als Nachfolger von Prof. Dr. Klaus Ring zum Präsidenten der Polytechnischen Gesellschaft gewählt. In diesem Zuge übernahm von Wietzlow auch zahlreiche wichtige Ämter in den Tochterinstituten der Polytechnischen Gesellschaft. Bereits von 2012 bis 2014 war von Wietzlow Kuratoriumsmitglied der Bürgervereinigung gewesen.

Dr. Birgit Sander, die Vizepräsidentin der Polytechnischen Gesellschaft, äußerte sich bestürzt: „Die Polytechnische Gesellschaft verliert mit Herrn von Wietzlow einen ideenreichen, dynamisch zupackenden und bürgernahen Präsidenten, der sich mit außerordentlichem persönlichen Engagement, geistiger Neugier und ausgeprägter Empathie der Weiterentwicklung unserer traditionsreichen Bürgervereinigung angenommen hat. Die von ihm gestaltete Feier zum 200-jährigen Jubiläum der Polytechnischen Gesellschaft, 2016, wird vielen in bester Erinnerung bleiben. Unter dem Motto ‚Zukunft entdecken‘ konzipierte er zahlreiche Vortragsveranstaltungen von hohem Niveau. Sein Vorbild ist uns Verpflichtung.“

Der Vorsitzende des Kuratoriums der Polytechnischen Gesellschaft, der frühere Frankfurter Universitätspräsident Prof. Dr. Rudolf Steinberg, sagte: „Walther von Wietzlow stand als Präsident der Polytechnischen Gesellschaft in der Tradition der Aufklärung, die bis heute das Fundament der Vereinigung bildet. Mit seiner geistigen Offenheit, seinem breiten beruflichen Erfahrungsspektrum und seinem langjährigen Erfolg im Bereich bürgerschaftlichen Engagements hat er die Polytechnische Gesellschaft und ihre Tochterinstitute kraftvoll geführt und vorangebracht. Sein Plädoyer für Vernunft in turbulenter Zeit – ‚Es kann nie genug Vernünftigkeit geben‘ – wird uns weiter leiten und begleiten.“

Walther von Wietzlow 24.02.1945 - 18.10.2017
Präsident der Polytechnischen Gesellschaft 6.11.2014 - 18.10.2017