14.11.2017

19.00 Uhr, Vortragssaal der Frankfurter Sparkasse, Neue Mainzer Straße 49, 60311 Frankfurt am Main

Themenabend
Afrika: Kann Entwicklungszusammenarbeit Fluchtursachen beseitigen?

Themenabend Afrika

Es sind nicht nur Flüchtlinge aus Bürgerkriegsgebieten oder Militärdiktaturen, die das Mittelmeer überqueren, sondern auch junge, gut ausgebildete Menschen aus Ländern, die als Musterländer für Demokratie, Menschenrechte und wirtschaftliche Entwicklung in Afrika gelten. Die Gründe für Flucht, Vertreibung, Mobilität und Migration sind somit höchst unterschiedlich, ihnen liegen komplexe Ursache-Wirkungs-Zusammenhänge zugrunde. Was hat das nun mit uns zu tun? Verursacht auch westliche Politik diese Abwanderung? Wie wird versucht, ihr zu begegnen? Kann es der Bundesregierung gelingen, mit massivem Geld- und Beratungseinsatz nachhaltige, gesellschaftlich gewünschte und politisch tragfähige Entwicklungsprozesse zu unterstützen oder sogar anzustoßen? Eine Referentin und zwei Referenten betrachten aus unterschiedlichen Perspektiven die internationale Entwicklungszusammenarbeit, die immer stärker mit der Bekämpfung von Fluchtursachen in Verbindung gebracht wird. 

 

 

 


Prof. Dr. Mamadou Diawara

Prof. Dr. Mamadou Diawara ist Professor für Ethnologie und stellvertretender Direktor des Frobenius-Instituts. Er ist außerdem Direktor von Point Sud, Forschungszentrum für lokales Wissen in Bamako, Mali, und Principal Investigator des Exzellenzclusters „Die Herausbildung normativer Ordnungen“ sowie des BMBF-Projekts AFRASO. Seine thematischen Schwerpunkte sind Entwicklungsethnologie, Oral History/mündliche Traditionen im Medienzeitalter, Globalisierung und die Geschichte Afrikas. Sein regionaler Schwerpunkt liegt auf Westafrika, insbesondere Mali.

Georg Schmidt

Georg Schmidt war von 2003 bis 2006 ständiger Vertreter des Botschafters an der Deutschen Botschaft in Bamako, Mali. Danach war er zunächst stellvertretender Leiter und dann Leiter des Referats für Asien, Australien, Afrika und Entwicklungszusammenarbeit im Bundespräsidialamt, Berlin. Seit 2014 ist er Regionalbeauftragter für Subsahara-Afrika und Sahel im Auswärtigen Amt, Berlin.

Prof. Dr. Uta Ruppert

Prof. Dr. Uta Ruppert forscht und lehrt Politikwissenschaft und Politische Soziologie mit dem Schwerpunkt Süd-Süd-Forschung am Fachbereich Gesellschaftswissenschaften an der Goethe-Universität Frankfurt am Main. Sie ist eine der Direktorinnen des Cornelia Goethe Centrums für Geschlechterforschung und eine der Gründerinnen des Forschungsprogramms Afrikas Asiatische Optionen (AFRASO) an der Frankfurter Universität. Ihre Forschung fragt insbesondere nach Bedeutungen der Zivilgesellschaft in Prozessen des sozialen und politischen Wandels in afrikanischen Ländern und in neueren afrikanisch-asiatischen Beziehungen.

 

 

Christian Hiller von Gaertringen

Christian Hiller von Gaertringen analysiert seit vielen Jahren die wirtschaftliche Entwicklung Afrikas. Im Herbst 2014 veröffentlichte er das Buch „Afrika ist das neue Asien. Ein Kontinent im Aufschwung“ im Hoffmann und Campe Verlag. Nach seinem Studium der Wirtschaftswissenschaften in Lyon und an der Wirtschaftsuniversität Wien arbeitete er als Wirtschafts- und Finanzredakteur für die deutsche und französische Presse, so für Die Welt, die Wirtschaftswoche, Le Monde und die Frankfurter Allgemeine Zeitung.



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