14.03.2017

19.00 Uhr – 21:30 Uhr Vorträge & Diskussionen, Vortragssaal der Frankfurter Sparkasse, Neue Mainzer Straße 49, 60311 Frankfurt am Main

Themenabend: Laut, lauter, Populismus – können wir widerstehen?

Themenabend Populismus

Populismus ist kein neues Phänomen, aber seit Donald Trump, Marine Le Pen, Brexit und Pegida für viele ein besorgniserregendes. Was aber genau bedeutet Populismus? Warum reagieren die einen besorgt und die anderen begeistert? Welcher Werkzeuge bedienen sich die Populisten? Warum feiern sie ausgerechnet jetzt Erfolge? Müssen wir in Halbachtstellung gehen, und welche Werte der liberalen Gesellschaft gilt es zu verteidigen? Immer, besonders jedoch im Wahljahr 2017, gilt es, eine besonnene und sachliche Diskussion zu führen. Drei Referenten unterschiedlicher Fachgebiete gehen auf Spurensuche, diskutieren miteinander und beantworten Fragen. Sie erklären verschiedene Aspekte des Populismus und informieren über die neuesten Erkenntnisse ihrer Forschungen.

Dieser Vortrag findet in Zusammenarbeit mit der Frankfurter Sparkasse statt.

Prof. Dr. Olaf Kramer

Prof. Dr. Olaf Kramer ist Professor am Seminar für Allgemeine Rhetorik der Eberhard Karls Universität Tübingen und Leiter der Forschungsstelle Präsentationskompetenz. Zu seinen wichtigsten Forschungsfeldern gehören Science  Communication, Kommunikative Kompetenz, Politische Kommunikation sowie Digitale Rhetorik und Virtualität. Er studierte Allgemeine Rhetorik, Neuere Deutsche Literaturwissenschaft, Philosophie und Psychologie in Tübingen, Frankfurt am Main und Chapel Hill, USA. Er verfasste zahlreiche Fernsehbeiträge für das ZDF, 3sat und RTL und leitete rhetorische Weiterbildungsseminare unter anderem für das Auswärtige Amt, die Max-Planck-Gesellschaft und die Körber AG.

Dr. Michael Schmidt-Salomon

Dr. Michael Schmidt-Salomon ist freischaffender Philosoph und Schriftsteller. Gerade erschien sein Buch „Die Grenzen der Toleranz: Warum wir die offene Gesellschaft verteidigen müssen“. Laut dem „Global Thought Leader Index“ zählt er zu den „einflussreichsten Ideengebern im deutschsprachigen Raum“. Seine Bücher, zum Beispiel „Jenseits von Gut und Böse – Warum wir ohne Moral die besseren Menschen sind“ oder „Leibniz war kein Butterkeks – Den großen und kleinen Fragen der Philosophie auf der Spur“ und viele andere – wurden mehr als 250.000 Mal verkauft und sind vielfach übersetzt worden. Der naturalistisch denkende Philosoph Schmidt-Salomon ist Mitbegründer und Vorstandssprecher der Giordano-Bruno-Stiftung und häufig in Presse, Funk und Fernsehen vertreten.

Prof. Dr. Hans-Jürgen Puhle

Prof. Dr. Hans-Jürgen Puhle forscht seit mehr als 40 Jahren über Populismus, Nationalismus, politische Parteien und Bewegungen sowie Probleme von Demokratisierung und Entwicklung. Er ist Historiker und Politikwissenschaftler und lehrte von 1990 bis 2009 Politikwissenschaft an der Goethe-Universität Frankfurt, davor in Bielefeld und Münster. Gastprofessuren führten ihn unter anderem nach Harvard, Cornell, Stanford, Oxford, Tel Aviv, Santiago de Chile, Buenos Aires, an das Instituto Juan March Madrid und die Universitat Pompeu Fabra Barcelona. Puhle war Mitherausgeber der Zeitschrift Geschichte und Gesellschaft (1975–2011) und der Zeitschrift Iberoamericana (2000–2006). Aktuell gibt er die Buchreihen Nordamerikastudien und Edition Weltregionen mit heraus. Sein jüngstes Buch ist: Protest, Parteien, Interventionsstaat (2015).

Werner D’Inka

Werner D’Inka gehört seit 2005 dem Herausgebergremium der Frankfurter Allgemeinen Zeitung an. Zur F.A.Z. kam er 1980; von 1991 bis 2005 war er Chef vom Dienst der Zeitung. Seit 2005 ist er auch Präsident des Frankfurter Presseclubs. Er studierte Publizistik, Politik und Geschichte in Mainz und Berlin. D’Inka übernimmt regelmäßig Lehraufträge am Medienstudiengang der Universität Siegen und wurde 2016 mit dem Ehrenpreis des Hessischen Journalistenpreises ausgezeichnet.


Vortragssaal der Frankfurter Sparkasse

Neue Mainzer Straße 49, 60311 Frankfurt am Main