Kunstgewerbeverein

Mit der umfangreichen Aufgabe, für die Förderung schöpferischer Entfaltung bei der Gestaltung gewerblicher Produkte Anregung zu geben und zugleich der Mitwelt durch die Pflege des Gemeinsinns und am Beispiel früherer Kulturen bleibende Werte zu vermitteln, wird im März 1877 der „Mitteldeutsche Kunstgewerbeverein“ als selbständiges Institut der Polytechnischen Gesellschaft gegründet. 1881 eröffnet der Verein das Kunstgewerbemuseum in der Neuen Mainzer Straße und unterhält über vier Jahrzehnte hier Museum, Bibliothek und Kunstgewerbeschule.
 
Da der Verein sein gesamtes Vermögen durch die Folgen des ersten Weltkriegs verliert, übernimmt 1921 die Stadt Frankfurt die Einrichtungen. Rechtzeitig können die wertvollen Bestände im zweiten Weltkrieg ausgelagert werden und überleben so den Untergang der Gebäude. 1961 findet das Museum ein geeignetes Domizil in dem ehemaligen Haus der Familie Metzler am Schaumainkai; 1985 wird daneben ein zweites Gebäude nach den Plänen des New Yorker Architekten Richard Meier bezogen. Heute unterstützt der Kunstgewerbeverein das Museum für Angewandte Kunst bei Neuerwerbungen, Publikationsvorhaben, Ausstellungen und Sondervorhaben wie der Restaurierung der Historischen Villa. Die Mitglieder des Vereins werden exklusiv über aktuelle Projekte und Neuerwerbungen informiert, unternehmen unter kompetenter Leitung Reisen auf den Spuren der Kunst und erhalten freien Eintritt in die Dauerausstellungen des Museums.

Weitere Informationen: http://www.kgv-frankfurt.de