Wöhler-Stiftung
Beinahe dreißig Jahre lenkt August Anton Wöhler die Geschicke der Polytechnischen Gesellschaft: Von 1821 bis 1850 prägt er in der Gründerzeit ihr bis heute bestehendes unverwechselbares Profil. Seinem Engagement verdanken sich die Einrichtung und langfristige Sicherung vieler polytechnischer Initiativen wie der Sonntagsschule, der Frankfurter Sparkasse von 1822 oder der Stiftung Blindenanstalt. Anlässlich seiner fünfundzwanzigjährigen Amtszeit als Präsident der Gesellschaft richtet diese 1846 zu seinen Ehren die Wöhler-Stiftung ein, die in der Frühzeit begabten, aber mittellosen Frankfurtern ein Studium der 'höheren Wissenschaften' ermöglicht.
Nach dem zweiten Weltkrieg ist das Stiftungskapital nicht mehr in der Lage, aus den Erträgen einen namhaften Betrag auszuschreiben, doch mit einer Spende von 100 000 DM schafft die Frankfurter Sparkasse anlässlich ihres 140-jährigen Bestehens dem Andenken an einen ihrer Väter eine dauerhafte finanzielle Grundlage. Gemäß Wöhlers Bestreben, Bildung und Wissenschaft zu fördern, werden seither wieder in alter Tradition Stipendien für herausragende Forschungsarbeiten vergeben, die dem Umfeld des historischen Wirken Wöhlers oder der Polytechnischen Gesellschaft und ihren Töchtern gewidmet sind.
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