Die Geschichte der Polytechnischen Gesellschaft

200 Jahre bürgerschaftliches Engagement

Gründung

Gründung

22 Frankfurter Bürger, darunter Johann Heinrich Moritz Poppe (Bild), gründen am 24. November den „Polytechnischen Verein zu Frankfurt a. M.“. 

Gründung der Sonntagsschule

Ab sofort können an der Sonntagsschule Lehrlinge und Gesellen studieren. Die Sonntagsschule ist das erste Tochterinstitut der Polytechniker und markiert den Beginn des Frankfurter Berufsschulwesens.

Erste öffentliche Vorträge

Erste öffentliche Vorträge

Karl von Drais erläutert in einem der ersten öffentlichen Vorträge die von ihm erfundene Laufmaschine.

Das zweite Tochterinstitut

Das zweite Tochterinstitut

Die Polytechniker gründen die Frankfurter Sparkasse von 1822, an der auch weniger Wohlhabende Klein- und Kleinstbeträge ansparen können. (Bild: Schalterhalle um 1890)

Der Bienenkorb

Der Bienenkorb

Der Bienenkorb wird zum Zeichen des Vereins.

Gründung der Gewerbeschule

Nach Feierabend und am Wochenende konnten begabte Sonntagsschüler ihre Studien an der Gewerbeschule fortsetzen.

Die erste Frau

Am 16. Juni wird Cornelie Charlotte Nies, geb. du Fay, als erste Frau in die Polytechnische Gesellschaft aufgenommen.

Gründung der Blindenanstalt

Die Polytechniker gründen ihr siebtes Tochterinstitut, die Blindenanstalt (seit 2007 Frankfurter Stiftung für Blinde und Sehbehinderte). Zunächst bestand diese aus einer Blindenschule, später kamen Werk- und Wohnstätten dazu. Heute gehören Beratung, Ausbildung und Wohnangebote für Blinde und Sehbehinderte zu ihren wichtigsten Aufgaben.

Wöhler-Stiftung

Wöhler-Stiftung

Benannt nach einem ihrer bedeutendsten Präsidenten, der dieses Amt von 1821 bis 1850 inne hatte, nimmt im Januar die Wöhler-Stiftung ihre Arbeit auf. Sie fördert heute die ebenfalls von den Polytechnikern gegründete Wöhlerschule. (Bild: August Anton Wöhler)

Partizipation in der Nationalversammlung

Partizipation in der Nationalversammlung

Der Polytechniker Friedrich Siegmund Jucho (Bild) zieht als Abgeordneter in die Nationalversammlung in der Frankfurter Paulskirche ein.

Der Mitteldeutsche Kunstgewerbeverein

Der 1877 gegründete Verein gehört seit März 1878 zur Polytechnischen Familie. Finanziell unterstützt von der Polytechnischen Gesellschaft gründet er 1879 eine Kunstgewerbeschule. Aus der jährlich abgehaltenen Ausstellung „neuer gewerblicher Erzeugnisse“ erwächst bald ein selbständiges Kunstgewerbe-Museum. Heute unterstützt der „Kunstgewerbeverein in Frankfurt am Main“ das Museum Angewandte Kunst und fördert die Beschäftigung mit neuem und altem Kunsthandwerk.

 

 

Das neue Gesellschaftsgebäude

Das neue Gesellschaftsgebäude

Die Polytechnische Gesellschaft eröffnet ihr Gesellschaftsgebäude in der Neuen Mainzer Straße, wo ab sofort die Kunstgewerbeschule, die Frankfurter Sparkasse von 1822, eine Bibliothek, Ausstellungsräume, ein Hörsaal, die Sonntags- und Abendschule sowie Verwaltungsräume Platz fanden. 1901 werden benachbarte Grundstücke hinzugekauft.

Gründung der Universität Frankfurt am Main

Die Polytechnische Gesellschaft unterstützt die Gründung der Universität Frankfurt und erhält Sitz und Stimme im Großen Rat der Universität.

Gleichschaltung

Die Gesellschaft wird mit dem NS-Staat gleichgeschaltet und die Satzung wird auf das Führerprinzip umgeschrieben. Es folgt der Ausschluss der jüdischen Mitglieder.

 

 

Gründung des Instituts für Bienenkunde

Gründung des Instituts für Bienenkunde

Als Reaktion auf ein unverstandenes Bienensterben gründen die Polytechniker das Institut für Bienenkunde. Heute betreibt dies Grundlagenforschung sowie praktische Bienenhaltung. Die Einrichtung ist ein Tochterinstitut der Polytechnischen Gesellschaft und gehört zum Fachbereich Biologie der Goethe-Universität Frankfurt am Main. (Bild: Institutsleiter Hugo Gontarski um 1950)

Verkauf und Zerstörung des Gesellschaftshauses

Verkauf und Zerstörung des Gesellschaftshauses

Nachdem die Gebäude in der Neuen Mainzer Straße an die Frankfurter Sparkasse von 1822 verkauft wurden, sind sie kurz darauf bei Luftangriffen zerstört worden. Auch die Gebäude der Blindenanstalt wurden im Krieg zerstört.

Rettet das Opernhaus

Rettet das Opernhaus

Der Ausschuss „Rettet das Opernhaus“ wird von der Polytechnischen Gesellschaft ins Leben gerufen und setzt sich maßgeblich für den Wiederaufbau des Hauses ein.

Start der Vortragsreihe der Polytechnischen Gesellschaft

Start der Vortragsreihe der Polytechnischen Gesellschaft

Nachdem die Polytechniker seit 1818 entweder selbst oder über ihre Töchter Vorträge veranstalteten, startet am 8. Januar die Vortragsreihe in neuem Format und läuft seitdem unverändert.

Gründung des Vereins zur Pflege der Kammermusik und zur Förderung junger Musiker e.V. (Kammermusikverein)

Gründung des Vereins zur Pflege der Kammermusik und zur Förderung junger Musiker e.V. (Kammermusikverein)

Der Kammermusikverein gab Frankfurt eine Bühne für Konzerte in kleinerer Besetzung, dabei fördert der Verein gleichzeitig junge Talente. Auf Grund der großen Nachfrage finden die Konzerte schon bald in der geräumigen Schalterhalle der Frankfurter Sparkasse von 1822 statt. Der Eintritt ist bis heute frei.

Kuratorium Kulturelles Frankfurt wird Tochterinstitut

1961 wird das Kuratorium Kulturelles Frankfurt in den Kreis der Tochterinstitute aufgenommen. Frankfurter Bürger ergriffen 1957 die Initiative dazu. Das Kuratorium fördert kulturelle Einrichtungen, veranstaltet Ausstellungen, dokumentiert Frankfurter Kulturgüter und ist ein lebendiger Teil der Frankfurter Kulturszene.

Eröffnung des neuen Kundenzentrums

Am 16. Januar eröffnet die Frankfurter Sparkasse von 1822 mit einem Vortrag der Polytechnischen Gesellschaft das neue Kundenzentrum. Hauptredner ist Oberbürgermeister Walter Wallmann.

Fusion

Die Frankfurter Sparkasse von 1822 und die Stadtsparkasse Frankfurt fusionieren.

1. Kammermusikpreis

Die Polytechnische Gesellschaft vergibt erstmals den mit 10.000 Euro dotierten Kammermusikpreis. Damit wird das beste Ensemble von Studierenden der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main ausgezeichnet.

Verkauf der Sparkasse und Gründung einer Stiftung

Verkauf der Sparkasse und Gründung einer Stiftung

2005 verkaufen die Polytechniker unter der Leitung ihres Präsidenten Prof. Dr. Klaus Ring ihre Anteile (60%) an der Frankfurter Sparkasse von 1822 und gründen mit einem Stiftungskapital von 397 Mio. Euro die „Stiftung Polytechnische Gesellschaft“. Die Mitglieder der Polytechnischen Gesellschaft bilden fortan die Sifterversammlung. (Bild: Sitzung von Stiftungsrat und Stiftungsvorstand)

Wiedereröffnung der Historischen Villa Metzler

Wiedereröffnung der Historischen Villa Metzler

Nach stilgerechter Sanierung wird die Historische Villa Metzler am 28. November wieder eröffnet. Das Projekt wurde vom Kunstgewerbeverein, Tochterinstitut der Polytechnischen Gesellschaft, initiiert und durchgeführt. Die Polytechnische Gesellschaft und die Stiftung Polytechnische Gesellschaft unterstützten es mit erheblichen finanziellen Mitteln.

Das Polytechniker-Haus

Das Polytechniker-Haus

Die Stiftung Polytechnische Gesellschaft erwirbt das Eckhaus Untermainanlage 5, wo Stiftung, Polytechnische Gesellschaft und Kuratorium Kulturelles Frankfurt heute arbeiten.