Zukunft entdecken
Polytechnische Gesellschaft setzt Vortragsreihe fort

Die Vortragsreihe der Polytechnischen Gesellschaft steht 2017 erneut unter dem Titel „Zukunft entdecken“ und beschäftigt sich mit großen gesellschaftlichen Herausforderungen. Für die 200-jährige Bürgergesellschaft steht fest: Niemand muss Zukunft über sich ergehen lassen muss. Sie findet im Leben eines jeden statt, und sie kann beeinflusst werden, indem jede Bürgerin und jeder Bürger eine eigene Haltung zu Zukunftsfragen entwickeln. Die Vortragsreihe der Polytechnischen Gesellschaft informiert über neue Trends und Erkenntnis-se und lädt zum Staunen, Nachdenken und Diskutieren ein. Von Januar bis Mai geht es um die Angst vor Unbekanntem, um Populismus, Klimawandel, Antibiotikaresistenzen, um eine gerechte Rente, das Internet of Things, Epigenetik, Mikroplastik, Materialdesign und das Jüdische Museum Frankfurt.  Es sprechen renommierte Referentinnen und Referenten wie zum Beispiel Professor Axel Börsch-Supan, Professor Anna Starzinski-Powitz oder Dr. Mirijam Wenzel. Ein neues Format ist im Programm zu finden: der Themenabend  „Laut, lauter, Populismus – können wir widerstehen?“ am 14. März 2017 mit Kurzvorträgen und Podiumsdiskussion dreier Experten aus den Bereichen Politikwissenschaft, Rhetorik und Philosophie.

Die Veranstaltungen beginnen dienstags um 19:00 Uhr und der Eintritt ist frei.  


Polytechnische Gesellschaft schenkt Wöhlerschule einen Kammerkonzertflügel

Jährlich veranstaltet die Wöhlerschule in der Vorweihnachtszeit zwei Weihnachtskonzerte, in denen sich die Orchester, Chöre und Bands der Schule mit anspruchsvollem Programm präsentieren. In diesem Jahr überraschte die Polytechnische Gesellschaft dabei mit einem ganz besonderen Weihnachtsgeschenk: Sie überreichte der Schule einen konzerttauglichen Stollenberg-Flügel im Wert von 10.000 Euro. „Dieser Flügel ist ein Glücksfall für unsere Schule, denn mit unseren Mitteln könnten wir den Schülerinnen und Schülern solche Instrumente nicht zur Verfügung stellen. Dafür sind wir sehr dankbar!“, freut sich Renate Bleise, Schulleiterin der Wöhlerschule. Eingeweiht wurde der Flügel von Jeanin und Jaqueline Yung mit Auszügen aus der Petite Suite für vier Hände von Claude Debussy. Dies ist bereits der zweite Flügel, den die Polytechniker dem Gymnasium mit Schwerpunkt Musik schenken, und Rüdiger Klein, Musiklehrer, schwärmt: „Mit zwei konzerttauglichen Flügeln stehen uns nun neue Möglichkeiten offen: Wir können Klavierkonzerte nun auch am Flügel begleiten und vierhändig an zwei Instrumenten spielen. Außerdem findet unsere alltägliche Arbeit, die vielen auch parallel liegenden Proben unserer Orchester und Bands, fortan unter sehr professionellen Bedingungen statt.“
Diesen Anspruch erlebte das Publikum in der voll besetzten Aula. Mit großer Begeisterung, nuanciert und in sehr gutem Zusammenspiel musizierten Schüler, Lehrer und auch Eltern.  Das Programm reichte von Henry Purcell über Ralph Vaughan Williams bis zu Traditionals, Auszügen aus Musicals und Beiträgen aus Jazz, Pop und Easy Listening.

Die Polytechnische Gesellschaft gründete die Wöhlerschule im Jahr 1870, in einer Zeit in der großer Schulmangel in Frankfurt herrschte. Einige Jahre später, als man sinnvollerweise eine Schulgleichheit anstrebte, wurde sie in städtische Trägerschaft übergeben. „Wir sind der Wöhlerschule bis heute durch die gleichnamige Wöhler-Stiftung, unsere Tochtergesellschaft, eng verbunden. Jährlich fördert diese besondere Projekte und Anschaffungen mit circa 5.000 Euro. Im Jahr unseres 200-jährigen Jubiläums möchten wir diese Verbundenheit zeigen und schenken der Wöhlerschule einen Flügel, auf dass sie ihre hervorragende musikalische Arbeit damit noch besser fortsetzen kann“, so Walther von Wietzlow, Präsident der Polytechnischen Gesellschaft.

 

 

Die Schülerinnen und Schüler der Wöhlerschule freuen sich über ein neues Instrument und neue Möglichkeiten.


Die Polytechnische Gesellschaft feiert ihr 200-jähriges Bestehen in der Paulskirche

Rund 800 Gäste werden am 24. November der Einladung der Polytechniker folgen und mit ihnen das 200-jährige Jubiläum der Gesellschaft in der Paulskirche feiern. Dann wird es auf den Tag genau 200 Jahren her sein, dass junge, fortschrittlich denkende Frankfurter die Polytechnische Gesellschaft gründeten. Durch bürgerschaftliches Engagement wollten sie Frankfurt mitgestalten und die Ideen der Aufklärung zu Leben erwecken. Daraus gewachsen ist eine Bürgergesellschaft mit rund 330 Mitgliedern, die sich bis heute für Bildung, Wissenschaft, Kultur und Soziales in Frankfurt engagiert.

In ihrer 200-jährigen Geschichte hat die Polytechnische Gesellschaft immer wieder Vereine, Institutionen, Schulen etc. in Frankfurt gegründet, um Bildung zu fördern, Innovationen anzuregen und Not zu lindern. Einige arbeiteten temporär, andere existieren bis heute fort. So zum Beispiel die Frankfurter Sparkasse von 1822, die Wöhlerschule und der Kunstgewerbeverein. Sieben Institute sind als Tochterinstitute der Polytechnischen Gesellschaft eng verbunden. Sie setzen sich für die Ziele der Muttergesellschaft ein und werden bis heute maßgeblich von der Polytechnischen Gesellschaft finanziert. Die jüngste Gründung fand im Jahr 2005 mit der Stiftung Polytechnische Gesellschaft statt. Durch den Verkauf ihrer Anteile an der Frankfurter Sparkasse von 1822 konnte die Polytechnische Gesellschaft das beachtliche Stiftungskapital von 397 Millionen Euro aufbringen. Weiterhin veranstaltet die Polytechnische Gesellschaft seit fast 200 Jahren Vorträge. Die jährliche Vergabe des Kammermusikpreises der Polytechnischen Gesellschaft sowie die Förderung anderer Projekte runden das Spektrum des Engagements ab.

Bildergalerie zum Festakt in der Paulskirche


Das polytechnische Frankfurt

Ein Stadtrundgang auf den Spuren der 200-jährigen Geschichte der Polytechnischen Gesellschaft

Schon wieder ein Stadtrundgang durch Frankfurt? Diese Frage stellten sich sieben Studierende der Goethe-Universität, als sie die erste Sitzung der Übung „Groß wurde Frankfurt durch die Kraft seiner Bürger – 200 Jahre Polytechnische Gesellschaft" unter der Leitung von Dr. Markus Häfner und Dr. Torben Giese besuchten. Sightseeing-Touren und historische Stadtrundgänge durch die Mainmetropole gibt es schließlich zahlreiche. In Kooperation zwischen den beiden Lehrenden am Historischen Seminar der Goethe-Universität und der Polytechnischen Gesellschaft sollte anlässlich des 200-jährigen Bestehens der Gesellschaft eine neue Art des historischen Stadtrundgangs durch die Bankenstadt entstehen.

Die Studierenden Kai Balazs-Bartesch, Christina Held, Alexander Hofmann, Felix Machka, Kevin Müller, Friederike Odenwald und Timo Spiegel recherchierten, konzipierten, verfassten Texte, suchten Fotografien heraus, diskutierten, korrigierten und setzten sich intensiv mit der Polytechnischen Gesellschaft und ihrer Verbindung zur Stadt Frankfurt auseinander. In einem viertägigen Blockseminar im österreichischen Kleinwalsertal erarbeiteten die Studierenden zehn Stationen, die das gesellschaftliche und bürgerschaftliche Engagement der Polytechnischen Gesellschaft zeigen.

Vielen Frankfurterinnen und Frankfurtern ist zum Beispiel die Frankfurter Sparkasse 1822 ein Begriff. Doch was hat sie mit den Polytechnikerinnen und Polytechnikern zu tun? Ist sie nur eine weitere der vielen Banken oder spielt sie eine aktive Rolle in der Stadtgesellschaft? Auch bekannte Orte wie der Römer und die Alte Oper sind weit über die Grenzen der Mainmetropole hinaus bekannt. Dass sich aber Frankfurts Bürgerschaft an den Diskussionen über die Art des Wiederaufbaus und dessen Finanzierung aktiv beteiligte, ist gemeinhin weniger bekannt. Selbst alteingesessene Frankfurterinnen und Frankfurter werden auf diesem Stadtrundgang Neues entdecken, zum Beispiel, was sich hinter dem »Verein zum Wohle der dienenden Klasse« verbirgt und wie die Polytechnische Gesellschaft während der NS-Diktatur agierte.

Diesen und vielen anderen Fragen geht der historische Stadtrundgang durch das polytechnische Frankfurt nach und führt interessierte Bürgerinnen und Bürger über zehn Etappen und durch zwei Jahrhunderte von der Untermainanlage über das Eschenheimer Tor bis auf die andere Mainseite zum Museum Angewandte Kunst.

Die Broschüre kann per E-Mail an ptgATpolytechnische.de bestellt werden und steht zum Download bereit.

Die Studentinnen und Studenten bei ihrer Arbeit an der Broschüre.


Zukunft entdecken

Die Vortragsreihe der Polytechnischen Gesellschaft startet am 20. September 2016

Die Vortragsreihe der Polytechnischen Gesellschaft steht von September bis Dezember unter dem Titel „Zukunft entdecken". Zehn renommierte Referenten wie zum Beispiel Professor Volker Mosbrugger (Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung), Professor Andreas Rödder (Johannes Gutenberg-Universität Mainz), Professor Ulrike Guérot (European Democracy Lab), Jürgen Kaube (F.A.Z) und Frank Riemensperger (Accenture) sprechen darüber, was uns in Sachen Wirtschaft, Digitalisierung und Bildung erwartet. Wohin geht es mit Deutschland und Europa? Wofür ist in dieser digitalisierten Welt noch Naturforschung nötig? Wird die Fusion von Wasserstoff bald gelingen? Und ist die grüne Gentechnik Fluch oder Segen? Die Themen sind sehr aktuell und lebensnah. Die Vortragsreihe beginnt am Dienstag, 20. September 2016 um 19:00 Uhr im Kundenzentrum der Frankfurter Sparkasse. Der Eintritt zu jedem Vortrag ist frei.

Im Jahr 2016 feiert die Polytechnische Gesellschaft ihr 200-jähriges Jubiläum und blickt dabei auch auf eine fast 200-jährige Tradition in der Veranstaltung von Vorträgen zurück. Von Anfang an setzte sich die Polytechnische Gesellschaft für Bildung ein, und zwar nicht nur für die Bildung und Ausbildung junger Menschen, sondern für lebenslanges Lernen. So entstand 1818 die Vortragsreihe der Polytechnischen Gesellschaft. Unter den ersten Rednern war Karl Freiherr von Drais, Forstmeister und Tüftler aus Baden. Am 8. April 1818 fuhr er unter großer öffentlicher Aufmerksamkeit auf seiner Laufmaschine in Frankfurt ein und stellte seine Erfindung in einem Vortrag vor. Im Jahr 1872 standen unter anderem Ausführungen über Trinkwasserreinheit, Luftheizungen und Blitzableiter auf dem Programm. Heute prägen Zukunftsthemen das Programm mit Beiträgen aus Wissenschaft und Forschung sowie Gesellschaft, Kultur und Wirtschaft.

Zum Programm

„Wir haben schon immer gefragt, wie‘s besser geht.“

 Einladung zum Tag der offfenen Tür am 10. September 2016

 

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Preisverleihung zum Abschluss des Deutschen StiftungsTages

Der Bundesverband Deutscher Stiftungen ehrt heute im Leipziger Gewandhaus die Polytechnische Gesellschaft mit dem Deutschen Stifterpreis 2016. Diese höchste Ehrung für stifterisches Engagement hat sich dieser Frankfurter Verein mit der Gründung von drei Stiftungen verdient, so die Begründung. Die letzte Gründung fand mit der Stiftung Polytechnische Gesellschaft 2005 statt. Sie wurde von den Polytechnikern mit 397 Mio. ausgestattet und engagiert sich auf vielschichtige Weise zum Wohle der Bürgerstadt Frankfurt am Main. 1837 setzte die Polytechnische Gesellschaft mit der Gründung der Blindenanstalt, der heutigen Frankfurter Stiftung für Blinde und Sehbehinderte, neue Maßstäbe bei der Integration und Rehabilitation blinder und sehbehinderter Menschen. Die Wöhler-Stiftung, eine Gründung aus dem Jahr 1846, fördert heute den MINT-Schwerpunkt der Wöhlerschule, eines Gymnasiums, welches ebenfalls von den Polytechnikern gegründet wurde und sich heute in städtischer Trägerschaft befindet. Die Preisübergabe mit rund 700 Kongressteilnehmern und Gästen bildete den feierlichen Abschluss des Deutschen StiftungsTages in Leipzig. Die Polytechnische Gesellschaft feiert 2016 ihr 200. Jubiläum und seit ihrer Gründung über 50 Stiftungen, Institute, Schulen, Vereine und Initiativen gegründet, alle mit dem Ziel eines lebendigen und zukunftsfähigen Frankfurt.

Walther von Wietzlow, Präsident der Polytechnischen Gesellschaft, nahm den Preis stellvertretend für die 320 Polytechniker entgegen: „Sie dürfen weiterhin von uns erwarten, dass unsere bedeutende Frankfurter Bürgervereinigung entschlossen, unverdrossen, hartnäckig und optimistischdie Idee der Aufklärung in der heutigen Zeit weiter fortführen wird, und zwar nach dem Motto: es kann gar nicht genug Vernunft geben!“

Prof. Dr. Joachim Rogall, Stv. Vorstandsvorsitzender des Bundesverbandes Deutscher Stiftungen, sagte in seiner Laudatio: „Die Polytechnische Gesellschaft setzt auf die Kraft der Menschen. Das Ideal des aufgeklärten, Verantwortung tragenden Bürgers ist bis heute lebendig in allen Einrichtungen und den drei Stiftungen der Polytechnischen Gesellschaft. Angesichts der vielfältigen aktuellen Herausforderungen für die Zivilgesellschaft würdigt der Deutsche Stifterpreis besonders die langfristig angelegten Aktivitäten der Polytechnischen Gesellschaft für eine lebendige und starke Bürgergesellschaft in einer Stadt.“ Dass engagierte Menschen starke Unterstützungsstrukturen brauchen, sei auch in den vergangenen Monaten in der Flüchtlingshilfe deutlich geworden.

Oliver Reese, Max Hollein, Werner D'Inka, Björn Bürger und Axel Hellmann haben der Polytechnischen Gesellschaft die herzlichsten Glückwünsche überbracht.

Feierliche Preisübergabe im Leipziger Gewandhaus: Prof. Dr. Michael Göring, Vorstandsvorsitzender, Bundesverband Deutscher Stiftungen (li) und Prof. Dr. Joachim Rogall, Stv. Vorstandsvorsitzender, Bundesverband Deutscher Stiftungen (re) übergeben die Auszeichnung an Walther von Wietzlow, Präsident der Polytechnischen Gesellschaft (mitte)


Die Polytechnische Gesellschaft verleiht den 18. Kammermusikpreis an das Gutfreund Trio

Frankfurt am Main, 5.04.2016 Im November 2015 fand der 18. Kammermusikwettbewerb der Polytechnischen Gesellschaft statt. Dem musikalischen Wettstreit stellten sich sechzehn Ensembles vom Duo bis zum Quartett in ganz unterschiedlichen Instrumentierungen. Die feierliche Preisübergabe an die drei ausgezeichneten Ensembles findet im Rahmen eines Preisträgerkonzerts am Mittwoch, 11.05.2016 um 20:00 Uhr im Kundenzentrum der Frankfurter Sparkasse, Neue Mainzer Straße 49, statt.

Der erste Preis geht in diesem Jahr an das Gutfreund Trio, welches sich im Preisträgerkonzert mit dem Klaviertrio d-Moll op. 49 von Felix Mendelssohn Bartholdy präsentieren wird. Die drei jungen Musiker überzeugten durch die ausgeprägte stilistische Charakterisierung ihres Wettbewerbsprogramms und dessen kammermusikalisch ausgefeilte Interpretation sowie durch ihre sehr lebendige kammermusikalische Interpretation. Adrian Fischer, Pianist des Gutfreund Trios, sagt: „Wir freuen uns sehr über die Auszeichnung. Die damit verbundenen Konzertmöglichkeiten sind für uns eine große Motivation und einmalige Erfahrung, an der wir sicher wachsen werden.“ Der erste Preis ist mit 8.000 Euro dotiert. Zu den Zukunftsplänen des Ensembles meint Fischer: „Dank des Preises haben wir nun die Möglichkeit, in die USA zu reisen, dort zu konzertieren und an einem internationalen Wettbewerb teilzunehmen“.

Förderpreise in Höhe von je 1.000 Euro gingen an die beiden jüngsten Ensembles des Wettbewerbs: Das Arcon Trio, ebenfalls ein Klaviertrio, und das Duo Floranthos besetzt mit Mandoline und Gitarre. Im Preisträgerkonzert stellen sie sich mit dem Klaviertrio c-Moll op. 101 von Johannes Brahms beziehungsweise mit mehreren Werken vom Barock bis zu Zeitgenössischem vor.

„Die Vergabe des Kammermusikpreises der Polytechnischen Gesellschaft fördert nicht nur die jungen Preisträgerinnen und Preisträger unmittelbar. Sie fördert auch die Bedeutung und das Engagement für Kammermusik an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main und damit aller Studierenden“, resümiert Walther von Wietzlow, Präsident der Polytechnischen Gesellschaft. Mindestens die Hälfte der Musikerinnen und Musiker eines jeden Ensembles müssen Studierende der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main sein müssen. Außerdem müssen die Ensembles nachweisen, dass sie die Absicht haben, sich langfristig als Ensemble entwickeln zu wollen.

Den Juryvorsitz hatte Dr. Christa Ratjen als Vertreterin der Polytechnischen Gesellschaft. Weiterhin gehörten ihr an Prof. Laura Ruiz Ferreres (Klarinette), Prof. Christopher Brandt (Gitarre), Heidi Gröger (Viola da Gamba/Historische Interpretationspraxis), Prof. Angelika Merkle (Klavierkammermusik) und Prof. Hubert Buchberger (Streicherkammermusik) als Lehrende an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main.

Mi, 11.05.2016 20:00 Uhr - Kundenzentrum der Frankfurter Sparkasse, Frankfurt

Das Gutfreund Trio.


Polytechnische Gesellschaft wird mit Deutschem Stifterpreis 2016 ausgezeichnet

Frankfurt am Main, 29.01.2016. Im Jahr ihres 200-jährigen Jubiläums zeichnet der Bundesverband Deutscher Stiftungen die Polytechnische Gesellschaft mit dem Deutschen Stifterpreis aus. Damit würdigt der Verband das Engagement der Polytechnischen Gesellschaft als Stifterin dreier Stiftungen. Die Frankfurter Stiftung für Blinde und Sehbehinderte, die Wöhler-Stiftung sowie die Stiftung Polytechnische Gesellschaft gehen auf Initiativen der Polytechnischen Gesellschaft zurück. Verein wie Stiftungen verstehen sich als Motoren einer lebendigen und zukunftsfähigen Stadtgesellschaft. Der Deutsche Stifterpreis ist eine der höchsten Auszeichnungen im europäischen Stiftungswesen. Zu den bisherigen Preisträgern gehören Dietmar Hopp, Prof. Dr. Christiane Nüsslein-Vollhard, Eske Nannen und Dr. h.c. Klaus Tschira. Auch der Polytechniker Carlo Giersch, Ehrensenator der Technischen Universität Darmstadt und Ehrenprofessor des Landes Hessen, und seine Frau Karin Giersch wurden für ihr stifterisches Engagement ausgezeichnet. Die Preisübergabe an die Polytechnische Gesellschaft findet am 13. Mai 2016 im Rahmen des Deutschen StiftungsTages in Leipzig statt.

„Scheinbar haben die Polytechniker schon bei den Stiftungserrichtungen geahnt, worauf es in Stadtgesellschaften im 21. Jahrhundert dringend ankommen wird: langfristiges Wirken zugunsten von Vielfalt und Zusammenhalt. Für diesen Weitblick ehren wir die Polytechnische Gesellschaft mit dem Deutschen Stifterpreis 2016“, so der Vorstandsvorsitzende des Bundesverbandes Deutscher Stiftungen Prof. Dr. Michael Göring zur Juryentscheidung. „Dass wir damit indirekt so verdienstvolle Wegbegleiter der Polytechnischen Gesellschaft wie Adolph Diesterweg, Johann Wolfgang von Goethe und Freiherr vom Stein würdigen, ist ausdrücklich gewollt.“

Walther von Wietzlow, der Präsident der Polytechnischen Gesellschaft, freut sich über die Auszeichnung: „Sie können sich vorstellen, wie glücklich wir über diese Preisverleihung sind – sie ist eines der schönsten Geburtstagsgeschenke in diesem Jahr, weil sie eine besondere Würdigung des Engagements jedes einzelnen Polytechnikers in den letzten 200 Jahren für Frankfurt darstellt.“

Der Deutsche Stifterpreis ist eine ideelle Auszeichnung für Menschen, die neue Stiftungen errichtet oder vorbildliche Leistungen in bereits bestehenden Stiftungen erbracht haben.


Ensembles erspielen sich
10.000 Euro –
Polytechnische Gesellschaft vergibt 18. Kammermusikpreis

Das Gutfreund Trio ist ein Ensemble, von dem wir in Zukunft sicher mehr hören werden und das es sich lohnt auf seinem Weg zu fördern. Nach ihrer Gründung 2012 ging es steil bergauf: Beim zweiten Freundeskreis-Wettbewerb der Musikhochschule Karlsruhe erspielte es sich den zweiten Preis und beim internationalen Kammermusikwettbewerb „Val Tidone“ den dritten Preis, bei nicht vergebenem ersten Preis. Weitere Preise folgten: Der dritte Preis beim 21. Internationalen Brahms Wettbewerb in Pörtschach sowie die Verleihung des 22. Förderpreises für Kammermusik der Kamar Percy und Ingeborg John-Stiftung im Rahmen der Bad Homburger Meisterkurse. Das Trio ist in das Förderprogramm der YEHUDI MENUHIN Stiftung „Live Music Now“ aufgenommen. Die drei jungen Musiker überzeugten beim 18. Kammermusikwettbewerb der Polytechnischen Gesellschaft durch die ausgeprägte stilistische Charakterisierung ihres Wettbewerbsprogramms und dessen kammermusikalisch ausgefeilte Interpretationen sowie durch ihre sehr lebendige kammermusikalische Interaktion. Dafür zeichnete die Polytechnische Gesellschaft das Ensemble mit einem ersten Preis in Höhe von 8.000 Euro aus.

Darüber hinaus hat sich die Jury entschieden, den beiden jüngsten Teilnehmerensembles in diesem Wettbewerb zwei Förderpreise zu verleihen: Damit geht ein Preisgeld von je 1.000 Euro an das Arcon Trio (Julius Asal, Klavier; David Marquard, Violine; Janis Marquard, Violoncello) und an das Duo Floranthos (Samantha Geis, Mandoline; Florian Brettschneider, Gitarre) für die jeweils sehr überzeugenden Präsentationen. Verbunden mit dem Förderpreis ist die Einladung zu einem gemeinsamen Konzert im Rahmen der Konzertreihe des Kammermusikvereins im Kundenzentrum der Frankfurter Sparkasse im November 2016.

Zum Wettbewerb zugelassen waren Ensembles mit jeweils mindestens zwei Mitgliedern, aus deren kammermusikalischem Repertoire sich ein anspruchsvolles und stilistisch vielseitiges Konzertprogramm gestalten lässt. Die Ensembles verpflichten sich mit der Annahme des Preises, für die Dauer der Förderung regelmäßig und intensiv als Ensemble zu arbeiten und die Ergebnisse ihrer Arbeit in der Konzertreihe des „Vereins zur Pflege der Kammermusik und zur Förderung junger Musiker e.V.“, Tochterinstitut der Polytechnischen Gesellschaft, zu präsentieren.

Der Jury gehörten an: Dr. Christa Ratjen als Vorsitzende und Vertreterin der Polytechnischen Gesellschaft, Prof. Laura Ruiz Ferreres (Klarinette), Prof. Christopher Brandt (Gitarre), Heidi Gröger (Viola da Gamba/Historische Interpretationspraxis), Prof. Angelika Merkle (Klavierkammermusik) und Prof. Hubert Buchberger (Streicherkammermusik) als Lehrende an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main.

Wir laden Sie herzlich zu den Preisträgerkonzerten im Rahmen der Konzertabende unseres Tochterinstituts „Verein zur Pflege der Kammermusik und zur Förderung junger Musiker e.V.“ ein.

Preisträgerkonzerte mit dem Gutfreund-Trio

Di, 10. 05.2016 - Rathaus Friedrichsdorf
Mi, 11.05.2016 - Kundenzentrum der Frankfurter Sparkasse, Frankfurt

Das Gutfreund Trio mit Jens Adrian Fischer (Klavier), Julian Fahrner (Violine) und Bogdan Michael Kisch (Violoncello).


Die Transatlantische Handels- und Investitionspartnerschaft (TTIP): Vertiefung der transatlantischen Werte- gemeinschaft oder Gefahr für die Demokratie?

Kaum ein anderes Freihandelsabkommen hat in Deutschland für mehr Diskussionen gesorgt als die Transatlantische Handels- und Investitionspartnerschaft (TTIP). Für Befürworter liegen die Vorteile klar auf der Hand – eine Steigerung des Wirtschaftswachstums und der Wettbewerbsfähigkeit sowie die Schaffung von neuen Arbeitsplätzen. Demgegenüber monieren Kritiker die Intransparenz der Verhandlungen und warnen vor einem Absenken der Verbraucher- und Umweltschutzstandards.

Inwiefern diese Kritik zutrifft und wo die größten Mythen lauern, wird Andreas Povel, Geschäftsführer der American Chamber of Commerce in Germany, in seinem Vortrag ausführen und anschließend mit Ihnen diskutieren.

Andreas Povel ist Betriebswirt und blickt auf eine 30-jährige Karriere in der Finanzbranche, u.a. bei Morgan, Stanley und JP Morgan zurück. Seit 2013 ist er Geschäftsführer der American Chamber of Commerce Germany e.V. und setzt sich für die transatlantische Idee ein. Ziel der AmCham Germany ist es, den Wirtschaftsstandort Deutschland und die deutsch-amerikanischen Wirtschaftsbeziehungen zu fördern. Andreas Povel ist Mitglied der Polytechnischen Gesellschaft.

Donnerstag, 19.11.2015, 19:00 Uhr Vortragssaal der Frankfurter Sparkasse Neue Mainzer Straße 49, 60311 Frankfurt am Main

Andreas Ludwig Johannes Povel, Geschäftsführer der American Chamber of Commerce Germany


Fortsetzung der Vortragsreihe der Polytechnischen Gesellschaft

Die Polytechnische Gesellschaft lädt herzlich zum zweiten Teil der „Vortragsreihe der Polytechnischen Gesellschaft“ ein: Vom 15. September bis 8. Dezember 2015 finden an Dienstagabenden um 19:00 Uhr weitere zehn Vorträge statt. Dabei nehmen hervorragende Referenten Stellung zu relevanten und aktuellen Themen und präsentieren das Neueste aus Wissenschaft und Forschung sowie Spannendes aus Kultur und Gesellschaft. In diesem Sinne geht es dieses Mal um die Internetwirtschaft, um Datennutzung und intelligente Maschinen, um das menschliche Hirn, Spinnenseide und Hautzellen, um Pferde, Liberalismus und blinde Fußballer. Das Spektrum ist breit, die Erkenntnis groß! Leibniz-Preisträgerin Professor Brigitte Röder, Unternehmer Hans-Christian Boos und Professor Ulrich Raulff gehören unter anderen zu den Referenten. Im Anschluss an die Vorträge dürfen Fragen gestellt werden. Der Eintritt ist frei.

Der zweite Teil der Vortragsreihe beginnt am 15. September.


Wechsel im Vorstand der Polytechnischen Gesellschaft

Auf der Mitgliederversammlung am 5. November 2014 ist der Frankfurter Rechtsanwalt Walther von Wietzlow mit überwältigender Mehrheit zum neuen Präsidenten der Polytechnischen Gesellschaft gewählt worden. Professor Dr. Klaus Ring, der die traditionsreiche Bürgervereinigung in den letzten zehn Jahren leitete, hatte für eine erneute Kandidatur nicht mehr zur Verfügung gestanden.

Mit Ring sind auch die seit 20 Jahren amtierende Vizepräsidentin Dr. Henriette Kramer und der Schriftführer Dr. Friedrich Heigl aus dem Vorstand ausgeschieden. Zu ihren Nachfolgern wurden die Kunsthistorikerin Dr. Birgit Sander sowie der Wirtschaftsprüfer und Steuerberater Ekkehardt Sättele gewählt. Als Schatzmeister komplettiert weiterhin Johann-Peter Krommer den Vorstand der Polytechnischen Gesellschaft.

Der Vorsitzende des Kuratoriums, der ehemalige Präsident der Goethe-Universität Professor Dr. Rudolf Steinberg, würdigte das Wirken Rings: „In seiner zehnjährigen Amtszeit als Präsident hat Professor Ring die Polytechnische Gesellschaft neu ausgerichtet und deren Wirken im Sinne der vom Geist der Aufklärung beseelten Gründer durch nimmermüden und vorbildlichen ehrenamtlichen Einsatz mit neuem Leben erfüllt. Damit geht nur äußerlich eine Ära zu Ende. Denn alle Polytechniker mit all ihren Gremien und Töchtern sehen sich in der Verpflichtung, im Sinne des ausscheidenden Präsidenten das Profil der Gesellschaft zu bewahren und weiter zu entwickeln.“

Auf Vorschlag des Kuratoriums haben die Mitglieder Ring zum Dank und in Anerkennung seiner besonderen Verdienste einstimmig zum Ehrenmitglied der Polytechnischen Gesellschaft gewählt. Träger der nur sehr selten vergebenen Auszeichnung waren bislang unter anderem Johann Wolfgang Goethe, der Chemiker Justus von Liebig, der Tierarzt, Agrarwissenschaftler und Pädagoge August Anton Wöhler sowie im letzten Jahrhundert die langjährigen Präsidenten Dr. Kurt Blaum und Dr. Franz Schmidt-Knatz. Das Kuratorium hat beschlossen, die Verdienste der mit Ring ausscheidenden Vorstandsmitglieder Kramer und Heigl mit der Verleihung der Goldenen Ehrenplakette der Polytechnischen Gesellschaft zu würdigen.

Der neue Präsident Walther von Wietzlow erklärte: „Die Polytechnische Gesellschaft ist mit ihren sieben Tochterinstituten, die auf unterschiedlichen Feldern in der Frankfurter Stadtgesellschaft wirken, heute hervorragend aufgestellt. Der neue Vorstand wird das Werk von Professor Ring und den anderen ausscheidenden Vorstandsmitgliedern fortführen und weiterentwickeln. Auf diese Weise kann getreu dem Motto der Polytechnischen Gesellschaft ‚Modern aus Tradition‘ offen nach Antworten auf neue Fragestellungen, die sich in einer modernen Stadtgesellschaft ergeben, gesucht werden.“

Ring hatte das Präsidentenamt 2004 in einer Phase übernommen, in der die Auseinandersetzung um den Verkauf der Frankfurter Sparkasse die Gesellschaft polarisierte. Mit diplomatischem Geschick einte er die unterschiedlichen Strömungen und richtete nach dem Verkauf der Anteile an der Frankfurter Sparkasse die Vereinigung und ihre Tochterinstitute neu aus. So initiierte er mit dem größten Teil des Verkaufserlöses die Errichtung der Stiftung Polytechnische Gesellschaft Frankfurt am Main. Sie gehört mit einem Stiftungsvermögen von rund 400 Millionen Euro zu den größten privaten Stiftungen in der Bundesrepublik. Um den Aufbau der Stiftung schnell voranzutreiben, übernahm Ring von 2005 bis 2008 selbst den Vorsitz im Vorstand. Zuletzt gehörte er als Vorsitzender des Stiftungsrates den Gremien der Stiftung an.

Neben dieser Neugründung galt das Hauptaugenmerk Rings der Konsolidierung der Situation der übrigen Tochterinstitute. Sie werden mit jährlichen Zuwendungen der Polytechnischen Gesellschaft in die Lage versetzt, ihrer Arbeit auf solider finanzieller Basis nachzugehen. Ring dankte den Mitgliedern für ihr Vertrauen: „Mir ist 2004 eine hohe Verantwortung auferlegt worden. Durch gemeinsame Anstrengungen ist es uns gelungen, die Polytechnische Gesellschaft in eine neue Zeit zu führen. In der Tradition bürgerschaftlicher Verantwortung des 19. Jahrhunderts konnten in zeitgemäßer Form drängende gesellschaftliche Probleme angepackt werden, mit denen sich die rund 300 Mitglieder auch nach dem Verkauf des Herzstücks Frankfurter Sparkasse identifizieren können. Das Versprechen, das ich den Mitgliedern bei meiner ersten Wahl gegeben habe, das Vermögen zu bewahren und zu mehren, ist trotz schwieriger Rahmenbedingungen erfüllt worden.“

Walther von Wietzlow übernimmt das Amt des Präsidenten der Polytechnischen Gesellschaft. Hier im Bild mit den Vorständen Ekkehardt Sättele (Schriftführer, links), Dr. Birgit Sander (Vize-Präsidentin) und Johann-Peter Krommer (Schatzmeister, rechts).


„In der Tradition der Aufklärung“
Das neue Programm der Vortragsreihe der Polytechnischen Gesellschaft

2016 ist ein besonderes Jahr für die Polytechnische Gesellschaft, feiert sie doch ihr 200-jähriges Jubiläum. Das Vortragsprogramm ist in diesem Jahr zweiteilig: Zunächst blickt sie unter dem Titel „In der Tradition der Aufklärung“ zurück und schaut auf die Veränderungen der letzten 200 Jahre und deren Auswirkungen bis heute. Toleranz, Vernunft, Demokratie und Gemeinwohl – die Werte der Aufklärung waren dafür der Motor. Dr. Thomas Bauer macht mit seinem Vortrag zur Geschichte der Polytechnischen Gesellschaft den Auftakt. Er beleuchtet die Entwicklung der Vortragskultur und „plaudert“ dabei aus dem Nähkästchen der Polytechnischen Gesellschaft. Weiterhin ist Frau Prof. Dr. Ute Frevert zu Gast, die über die Vergänglichkeit der Gefühle sprechen wird. Im Laufe der Zeit haben Gefühle wie Ehre und Scham eher an Bedeutung verloren, Empathie und Mitgefühl sind dagegen stark gewachsen. Frau Prof. Frevert spürt diesen Entwicklungen nach und stellt sie in einen historischen Kontext. Prof. Dr. Friedrich Steinle referiert über den Impuls, den die Aufklärung den Naturwissenschaften gegeben hat. Letztendlich war dieser entscheidend für den Einzug der Naturforschung in die Gesellschaft. Nach einer Sommerpause setzt die Polytechnische Gesellschaft die Reihe fort und nähert sich wichtigen Themen, die das Potenzial haben, unsere Welt radikal zu verändern.

Die Vorträge finden an zehn Dienstagabenden bis Mai statt. Der Eintritt ist frei.

Auftakt zur Vortragsreihe der Polytechnischen Gesellschaft in deren Jubiläumsjahr: Dr. Thomas Bauer zeichnet das Bild einer lebhaften und außergewöhnlichen Geschichte.