in guter gesellschaft 

Friday, October 22, 2010 3:07:00 PM
Thomas Bauer
In guter Gesellschaft
Die Geschichte der Polytechnischen
Gesellschaft in Frankfurt am Main
288 S., mit 68 farbigen und
83 einfarbigen Abbildungen, Hardcover, 21 x 27 cm
ET: 20.09.2010
EAN/ISBN: 978-3-86539-677-8
Artikelnummer: 60077
 
erhältlich bei Waldemar Kramer
in der marixverlag GmbH
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In guter Gesellschaft – Die Geschichte der Polytechnischen Gesellschaft in Frankfurt am Main

„Wir wollen in Frankfurt nicht Einwohner, sondern Bürger dieser Stadt sein!“, erklärte der Polytechniker Max Flesch-Thebesius im Mai 1954 in der Auseinandersetzung zwischen städtischen Gremien und engagierten Bürgern um den Wiederaufbau des Opernhauses. Dieses Zitat beschreibt anschaulich das Selbstverständnis jener Frankfurter Bürger, die sich seit 1816 in der Polytechnischen Gesellschaft zusammenfinden.

Der Vorstand der Polytechnischen Gesellschaft hat die Zäsur des Verkaufs der Anteile an der Frankfurter Sparkasse von 1822 zum Anlass genommen, eine neue Vereinsgeschichte in Auftrag zu geben. Mit der nun vorliegenden Monographie hat der Stadthistoriker und Autor Dr. Thomas Bauer das Kunststück fertig gebracht, die fast 200-jährige facettenreiche Geschichte der Gesellschaft und ihrer sieben Tochterinstitute unter einen Hut zu bringen.

Die neue Monographie schildert die ersten 150 Jahre der Vereinigung in knapper Form und richtet das Augenmerk auf zwei bislang zu kurz gekommene Aspekte: den Anteil der Polytechniker an der liberalen Bewegung im Vormärz und die „Gleichschaltung“ der „Polytechnischen“ im Nationalsozialismus. Der Polytechniker Friedrich Siegmund Jucho zog am 18. Mai 1848 als einziger Frankfurter unter den 585 Abgeordneten der Nationalversammlung in die Paulskirche ein. Die „Gleichschaltung“ der „Polytechnischen“ im September 1936 wird anhand verschollen geglaubter und nun wiederentdeckter Archivalien rekonstruiert. Die Fortschreibung der Vereinsgeschichte von 1966, als die letzte umfassende Darstellung der „Polytechnischen“ erschien, bis heute nimmt etwa ein Drittel des Gesamtumfangs ein. Der spannend geschriebene und ansprechend gestaltete Band bietet Frankfurter Stadtgeschichte pur.

Der Autor
Dr. Thomas Bauer, geb. 1961, hat als freiberuflicher Historiker zahlreiche Bücher und Ausstellungen zur Frankfurter Stadtgeschichte publiziert und kuratiert. Die Geschichte des Stiftungswesens in der Bürgerstadt bildet einen Schwerpunkt seiner Studien. Bauer ist Mitglied der Frankfurter Historischen Kommission und gehört dem Wissenschaftlichen Beirat der Gesellschaft für Frankfurter Geschichte e. V. an.

 


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