Unterzeichner des Gründungsaufrufs für einen "Polytechnischen Verein zu Frankfurt a. M."
Gründung 1816
Die Polytechnische Gesellschaft
Modern aus Tradition
Jedem Menschen nützlich sein, ihm ohne Ansehen von Stand, Herkunft und religiöser oder politischer Überzeugung neue Entfaltungsmöglichkeiten erschließen und ihn zu befähigen, selbst nützlich zu werden – das ist die selbstgestellte Aufgabe jener Frankfurter Bürger, die sich 1816 in der Polytechnischen Gesellschaft zusammenfanden. Unter ihnen waren bekannte Persönlichkeiten wie der Bankier Simon Moritz von Bethmann, der Naturwissenschaftler Johann Heinrich Moritz Poppe und der Pädagoge Adolph Diesterweg.
 
Seit fast zweihundert Jahren übernehmen die Polytechniker Verantwortung für ihre Mitbürger und sorgen für das Wohl ihrer Stadt. Viele soziale und kulturelle Einrichtungen sind aus ihrem gemeinnützigen Engagement erwachsen: Bildungseinrichtungen wie die Schulen für Handwerker, wohltätige Organisationen wie die noch heute bestehende Stiftung für Blinde und Sehbehinderte, aber auch kulturelle Einrichtungen wie der nach wie vor sehr lebendige Kunstgewerbeverein. Nicht unerwähnt bleiben darf die 1822 von Polytechnikern gegründete Sparkasse, die den unteren Bevölkerungsschichten zu Krediten verhelfen, ihnen aber auch sichere Spargroschen garantieren sollte. Immer hat die »Polytechnische« ihre Fähigkeit zum Wandel bewiesen. Stets hat sie sich mit aktuellen gesellschaftlichen Anforderungen auseinandergesetzt und versucht, Entwicklungen anzuregen.
 
Waren Stadt und Öffentlichkeit erst von der Notwendigkeit neuer Einrichtungen überzeugt, konnten ihnen diese in treue Hände übergeben werden. Heute existieren sieben Tochter-Institute, darunter ein ganz junges: Der Verkauf der Frankfurter Sparkasse im Jahr 2005 versetzte die Polytechnische Gesellschaft in die Lage, die immer noch modernen Absichten der ehrwürdigen Gründer mit einem starken Motor auszustatten. Die Polytechniker errichteten die Stiftung Polytechnische Gesellschaft, die in nur fünf Jahren zu einem der großen Förderer in Frankfurt geworden ist.


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